24.06.2019 14:29 |

32 Festnahmen

Donauinsel: Messerattacke trübt positive Bilanz

Das diesjährige Donauinselfest ist aus Sicht der Wiener Polizei im Großen und Ganzen ruhig verlaufen. Einzige dramatische Ausnahme war eine schwere Körperverletzung: Ein Handtaschendieb (22) soll in der Nacht auf Samstag einen Verfolger durch einen Messerstich niedergestreckt haben. Der 26-Jährige ist mittlerweile außer Lebensgefahr, berichtete der Krankenanstaltenverbund am Montag.

Im Laufe der drei Festivaltage hatten die Beamten aber doch einiges zu tun. Einsätze gab es etwa in den Bereichen Suchtmittelkriminalität, Körperverletzung und Raufhandel unter Betrunkenen, aber auch aggressives Verhalten und Anstandsverletzungen. Drei Polizisten wurden bei Amtshandlungen verletzt.

32 Festnahmen
Insgesamt wurden elf strafprozessuale Festnahmen, zumeist wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, und 16 verwaltungsstrafrechtliche Festnahmen, vor allem wegen aggressiven Verhaltens gegenüber der Polizei, ausgesprochen. Auch fünf fremdenrechtliche Festnahmeanordnungen wurden umgesetzt. Darüber hinaus wurden etliche Identitätsfeststellungen durchgeführt.

Drohnen und Hubschrauber im Einsatz
Eine Herausforderung sei auch heuer das hohe Interesse und das damit einhergehende Personenaufkommen bei einzelnen Bühnen gewesen. Aufgrund der „eingespielten Zusammenarbeit“ mit dem Veranstalter konnten die Besucherströme aber in geordnete Bahnen gelenkt werden. Insgesamt waren beim Donauinselfest 42 Kameras im Einsatz. Die Überwachung aus der Luft erfolgte auch durch Polizeihubschrauber und Drohnen.

Vermisster Kärntner
Laut der Landespolizeidirektion Kärnten ist der 32-Jährige Stephan R. nicht vom Donauinselfest nach Hause zurückgekehrt. Zuletzt war der Abgängige mit einem weißen ärmellosen T-Shirt, Kappe und Brille bekleidet.

Sachdienliche Hinweise werden an jede Polizeidienststelle erbeten.

674 Hilfeleistungen, 128 Krankentransporte
Auch die Dienste des Samariterbundes waren am Wochenende gefragt: 674 Hilfeleistungen und 128 Transporte ins Spital mussten durchgeführt werden. „Unsere Sanitäterinnen und Sanitäter werden jedes Jahr ganz gezielt auf das Donauinselfest vorbereitet“, erklärte Einsatzleiter Erwin Scheid. Mehr als 200 Personen arbeiteten heuer wieder ehrenamtlich, fünf Notärzte sorgten in acht Ambulanzen für medizinische Hilfe. 16 Rettungstransport- und Notkrankentransportwagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und drei Materialtransportwagen sowie rund zehn Sonderfahrzeuge standen zur Verfügung.

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