17.06.2019 18:27 |

Wohnzimmer-Garage

Citroën baut Campingbus zum Wohnen mit zwei Bikes

Wer regelmäßig mit seinem Motorrad zu Ringevents oder anderen Biker-Veranstaltungen unterwegs ist, braucht eine Möglichkeit, sein Zweirad zu transportieren und eine zum Übernachten. Citroën bietet jetzt beides in einem an: Der Citroën Jumper Biker Solution verlädt das Bike sogar fast von alleine.

Wer als Laie erstmals den Citroën Jumper Biker Solution erblickt könnte meinen, da stehe ein klassisches Reisemobil. Profis sehen aber natürlich sofort: Da fehlt die Nasszelle. Dafür fällt beim genaueren Inspizieren des Innenraums ein anderes Feature ins Auge. Das Technik-Team hat ein spezielles, crashgeprüftes Schienensystem installieren lassen, auf dem ein schweres Motorrad befestigt werden kann. Per motorgetriebenem Mitnehmer und Fernbedienung zieht die Anlage das Bike leise sirrend in den Laderaum.

Wahlweise gibt es aber auch ein zweispuriges Schienensystem (Biker Solution Multi) inklusive elektrischer Winde - dann kann man beispielsweise sogar ein kleines Quad verladen. Die Bohlen fliegen nachher nicht auf dem Boden herum, sondern lassen sich in einer an der Seitenwand befestigten Halterung sauber verstauen.

Darüber hinaus bietet die Biker Solution, ganz gleich ob in der Version „Classic“ oder „Multi“, eine Menge Einrichtung: Man betritt den fahrbaren Untersatz per elektrisch einziehbarer Stufe und kann sich dann an Getränken erfrischen, die im Einbaukühlschrank lagern. Ein cleveres Regalsystem bietet - ganz auf Motorradfahrer ausgerichtet - ein gepolstertes Plätzchen für den Helm sowie Fächer für Bikerkombi und Stiefel. Bis zu vier Personen können ein Nickerchen machen, dazu gibt es neben der Bank auf dem Ladeboden auch unter dem Hochdach eine Nische mit Auslegeware, die man per einschiebbarer Leiter erklimmt. Praktische Fliegennetze halten ungebetene Gäste aus dem Fahrgastraum fern. Darüber hinaus sorgen Gaskocher, Kanister-Wasseranlage mit 20 Liter Abwasser-Kapazität und integrierter Markise für adäquate Camping-Ausstattung. Eine Standheizung ist ebenso serienmäßig wie komplett drehbare Vordersitze für einen gemütlichen Abend.

Als Motorisierung für das Sechsmeter-Gefährt dient der 2,2 Liter große Konzern-Diesel mit vier Zylindern - hier in der 165-PS-Stufe und mit aktueller Abgasnorm Euro 6d-temp. Verfügbar ist derzeit lediglich ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe. Ob eine Automatik nachgereicht wird, bleibt abzuwarten. Ebenfalls nicht zu rütteln ist an der Außenlackierung: Sie gibt es in jeder Farbe, solange sie Silber ist. Großer Pluspunkt für den Jumper: Abgesehen vom ziemlich anwendungsspezifischen Schienensystem verfügt der Franzose über einen Wettbewerbsvorteil, weil die meisten Werksreisemobile auf den kleineren Transporter-Klassen wie Ford Transit Custom, Mercedes V-Klasse oder Volkswagen T6 basieren. Beim eine Klasse größeren Franzosen ist daher mehr als reichlich Raum vorhanden.

In Deutschland kostet das Motorrad-Wohnmobil gut 60.000 Euro, Preise für Österreich gibt es noch nicht.

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