01.06.2019 07:45 |

Bestände erholen sich:

Fledermaus als einer der wenigen Klima-Gewinner

Mehr als 1000 Exemplare der Kleinen Hufeisennase konnten bei der heurigen Winterzählung in der Lurgrotte bei Peggau registriert werden - für die Experten ein „erfreuliches Ergebnis“. Dass sich die Bestände vieler Arten wieder erholen, ist zum einen auf Schutzprojekte, aber auch auf den Klimawandel zurückzuführen.

Die jüngsten Forschungsergebnisse lassen durchwegs zufriedene Gesichter zurück: „Die Steiermark beherbergt für einige - besonders seltene und damit gefährdete - Fledermausarten österreichweit die bedeutendesten Vorkommen. Dazu gehören etwa die Große Hufeisennase oder die Langflügel-Fledermaus. Die Bestände der meisten Arten sind zumindest stabil oder haben in den letzten Jahren sogar zugenommen“, erzählt Guido Reiter, Biologe und Leiter der österreichischen Koordinationsstelle für Fledermausschutz.

Milder Herbst kommt Tieren zugute
Musste man sich um die nützlichen Insektenfresser in den 1970er Jahren noch große Sorgen machen, weil viele Arten aufgrund der Pestizideinsätze in der Landwirtschaft akut vom Aussterben bedroht waren, merkt man jetzt, dass die Schutzmaßnahmen greifen: „Nicht nur das - die Fledermäuse profitieren auch von der Klimaerwärmung“, sagt Reiter.

Zum einen, weil die Winter gemäßigter und teils auch kürzer werden, „vor allem aber deshalb, weil der Herbst oft sehr mild ist und die Tiere sich ordentliche Fettreserven für den Winterschlaf anfressen können“, erklärt der Fachmann.

Meisten Exemplare in Lurgrotte & Weizklamm
Aber auch wenn landesweit immerhin 26 Arten gezählt werden konnten, ist längst nicht alles eitel Wonne - Reiter: „Dass Bestände wachsen, hört sich besser an, als es ist: Viele Arten sind durch den Einsatz von Pestiziden im vorigen Jahrhundert ja massiv zurückgegangen.“

Zudem wäre das viel zitierte Insektensterben für die Fledermaus als reiner Insektenfresser natürlich auch nicht gerade eine gute Nachricht.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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