21.06.2004 08:36 |

PC-Entsorgung

Alte Computer als Umweltproblem

Der Elektroschrott wird immer mehr zum Umwelt-Problem, weil die Lebensdauer von Computern in den vergangenen Jahren rapide abgesunken ist. Früher wurde ein neu gekauftes Gerät durchschnittlich zehn Jahre lang benutzt. Heute beträgt die Nutzungsdauer nur mehr vier bis fünf Jahre. Regierungen und PC-Industrie suchen einen Ausweg aus der Krise.
Zahlreichen Schwermetalle und andere Giftstoffebefinden sich in den Gehäusen und Platinen und landet mitden alten Geräten meist im Restmüll. Aber damit sollbald schon Schluss sein: Ab 2005 müssen europaweit Herstellerihre Altgeräte zurücknehmen. Die Finanzierung der Abholung,Wiederverwertung und Entsorgung werden die Hersteller tragen müssen.
 
Aufgrund des Preiskampfes ist kaum mit einer Erhöhungder Preise für Konsumenten zur rechnen, es soll eher beiden Herstellungskosten eingespart werden. Ab 2006 soll der Einsatzbestimmter gefährlicher Stoffe zur Gänze untersagt werden.Gefährliche Bestandteile wie Blei, Quecksilber, Cadmium,Chrom sollen in der Produktion künftig vermieden werden.
 
Als erster PC-Hersteller hat Fujitsu Siemens einen"Green PC" zu entwickeln: Der Bleianteil bei den Mainboards wurdevon zwölf auf drei Gramm reduziert, der Chlor- und Bromanteilekonnten von zwölf auf unter 0,15 Prozent gesenkt werden.Es wird damit gerechnet, dass mit den strengeren Gesetzen immermehr PC-Hersteller auf den umweltfreundlichen Zug aufspringen.
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