"Jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, mich neu zu orientieren. Ich werde in meine Anwaltskanzlei zurückkehren", erklärte Opperer. Er übernehme die volle Verantwortung für die Wahlniederlage am Sonntag. "Es ist sehr schmerzhaft für mich, wenn man so ein Ergebnis einfährt. Schließlich ist in den sechs Jahren meiner Amtszeit in Telfs viel passiert. Ich habe von den Leuten viel Zuspruch erhalten, speziell in den letzten Tagen. Das hat mich gefreut.“"
"Nehme Mandat nich an"
Trotzdem trage er die Konsequenzen und scheide aus dem Gemeinderat aus: "Ich werde mein Mandat nicht annehmen. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten. Ich will kein Hindernis darstellen für eine allfällige gute Zusammenarbeit im Gemeinderat."
Dem neuen Bürgermeister Christian Härting biete er an, ihm zur Seite zu stehen und ihm behilflich zu sein. "Es kann nicht so sein, dass der Rückzug erfolgt unter dem Motto 'mir ist alles egal'." Am Mittwoch sollen mit Härting Gespräche über laufende Projekte wie Betriebserweiterung Leitner oder die Frage der Agrargemeinschaften in Telfs stattfinden.
Wiedervereinigung unklar
Die Liste übernimmt nun Christoph Stock, derzeit beschäftigt im Innsbrucker Tourismusverband. Ob die beiden Listen nach Opperers Rückzug wieder zusammengehen ist noch unklar: Wahlsieger Christian Härting hatte sich ja zuvor abgespalten. Obwohl er dann die absolute Mehrheit hätte, tendiert er eher zu den kleinen Fraktionen, die ihn teils mit Wahlempfehlungen unterstützt hatten.
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