Do, 23. Mai 2019
25.04.2019 07:45

Liefern Medikamente

Lebensretter aus der Luft: Ghana setzt auf Drohnen

Im westafrikanischen Ghana werden lebensrettende Medikamente oder Impfungen künftig von Drohnen geliefert. Rund 120 unbemannte Flugobjekte sollen im Rahmen des bisher größten medizinischen Drohnen-Dienstes rund 2000 Gesundheitszentren beliefern, in deren Einzugsgebiet rund zwölf Millionen Menschen leben, fast die Hälfte der Bevölkerung.

Die rund 110 Stundenkilometer fliegenden Drohnen sollen viele Leben retten: Von den vier im Land verteilten Logistikzentren aus können sie zum Beispiel rasch Blutkonserven, Tollwutimpfungen oder Gegengifte bei Schlangenbissen liefern. „Damit machen wir einen großen Schritt, um allen Menschen im Land Zugang zu lebensrettenden Medikamenten zu gewähren“, erklärte Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo einer Pressemitteilung zufolge bei der Eröffnung eines Logistikzentrums in Omenako. „Niemand in Ghana sollte sterben, weil im Notfall die nötige Medizin nicht zu bekommen ist.“

Die von der US-Firma Zipline betriebenen autonomen Drohnen sollen reguläre Lieferwege ergänzen: Wenn ein Gesundheitszentrum rasch eine Blutkonserve, einen Impfstoff oder ein seltenes Medikament benötigt, kann es diese per SMS beim Logistikzentrum bestellen. Nach durchschnittlich 30 Minuten soll dann eine Drohne herbeischweben, die ihre durch einen Fallschirm gesicherte Last in geringer Höhe abwirft.

In einem Land wie Ghana, wo viele Straßen nicht asphaltiert und in der Regenzeit kaum zu passieren sind, können Drohnen bei zeitkritischer Auslieferung vielerorts einen enormen Vorteil bieten. Die Impfallianz Gavi, die Bill & Melinda Gates Stiftung und andere haben den Aufbau der Drohnen-Infrastruktur unterstützt, Ghanas Regierung wird die nicht näher bezifferten laufenden Kosten tragen.

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