Fr, 19. April 2019
23.03.2019 14:57

„Nicht umgebracht“

Barbra Streisand: Viel Kritik für Jackson-Aussagen

Oscar-Preisträgerin Barbra Streisand erntet für ihre Aussagen über die mutmaßlichen Opfer von Michael Jackson einen Shitstorm im Netz. Nach Erscheinen der brisanten zweiteiligen HBO-Produktion „Leaving Neverland“, in welcher zwei zwei frühere Weggefährten des „King of Pop“ zu Wort kommen, die behaupten, im Kindesalter von Jackson sexuell missbraucht worden zu sein, gingen weltweit die Wogen hoch. Auch die 76-jährige Hollywood-Legende äußerte sich nun: Sie sei davon überzeugt, dass beide Männer als Kinder auf der Neverland Ranch sexuell missbraucht worden seien, aber: „Beide sind verheiratet und beide haben Kinder. Es hat sie also nicht umgebracht.“

Streisand verriet der britischen „The Times“, dass sie „absolut“ überzeugt davon sei, dass die angeblichen Opfer Wade Robson und James Safechuck in der umstrittenen Doku „Leaving Neverland“ die Wahrheit sagen, so stern.de. Auch seien die Kinder damals begeistert darüber gewesen, Zeit auf der Neverland-Ranch verbringen zu dürfen. Den Eltern der Burschen schreibe sie eine große Schuld zu: „Die Kinder tun mir leid. Er tut mir leid. Ich schätze, ich mache die Eltern dafür verantwortlich, die ihren Kindern erlaubt haben, bei ihm zu schlafen.“

Schonungslose Beichte im TV
Safechuck (40) und Robson (36) schildern in der Doku von Filmemacher Dan Reed schonungslos, wie sie in den 80er-Jahren jahrelang Jacksons unangemessenes Verhalten und Manipulationen erdulden hätten müssen. Auch schildern sie angeblichen sexuellen Missbrauch durch Jackson - zuerst in Hotelzimmern und später an zahlreichen Orten auf der Neverland Ranch.

Die Mütter der Kinder hätten damals nichts bemerkt, weil sie so dermaßen vom Licht des Popstars geblendet gewesen seien. Jackson habe ihnen gegenüber zudem immer wieder schlecht über Frauen geredet und warum diese nicht vertrauenswürdig seien. Im Falle eines Verrats bzw. des Auffliegens der sexuellen Beziehung habe der Popstar den Buben mit dem Gefängnis als Konsequenz gedroht.

Tatsächlich hatten sowohl Robson, der später als Tänzer unter anderem für Britney Spears arbeitete, als auch Safechuck 2005 im Missbrauchsprozess gegen Jackson für den „King of Pop“ ausgesagt - und ihre Aussagen erst nach dessen Tod zurückgezogen und Schmerzensgeld in Höhe von 1,5 Milliarden Euro gefordert. Beide scheiterten allerdings vor Gericht.

“Hast du das wirklich gesagt?!“
Dan Reed, der preisgekrönte Filmemacher und Regisseur der Doku, äußerte sich fassungslos zu Streisands Aussagen: „,Es hat sie nicht umgebracht‘ - Barbra Streisand, hast du das wirklich gesagt?!“, empört er sich auf Twitter.

„,Seine sexuellen Bedürfnisse waren seine sexuellen Bedürfnisse‘ - wird Pädophilie in Teilen der Unterhalungsindustrie jetzt toleriert?“, zitiert er eine ihrer weiteren Aussage.

Todesdrohungen gegen Filmemacher
In den sozialen Medien sorgt „Leaving Neverland“ also weiterhin vor Aufregung, im Vorfeld der Premiere hatte es sogar Todesdrohungen gegen Reed sowie Robson und Safechuck gegeben. Streisand goss mit ihren Äußerungen weiter Öl ins Feuer. Französische Fans wollen die Produktion wegen Verunglimpfung klagen, unter Hashtags wie #LeavingNeverland, #LeavingNeverlandLies und #FactsDontLiePeopleDo wird ausgiebig diskutiert.

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