02.03.2019 15:00 |

Afghane vor Gericht

Nach Messerangriff:14 Jahre Haft für Mordversuch!

Blutige Vorfälle wie dieser lösen in Innsbruck immer wieder eine Sicherheitsdebatte aus: Ein Afghane (26) sprintete nach einem Streit um Drogen mitten im Innsbrucker Zentrum einem Tschetschenen hinterher und rammte ihm ein Messer in den Rücken. Ein Geschworenengericht entschied am Freitag auf Mordversuch.

Wegen mieser Qualität von Drogen, die das Opfer dem Angeklagten geliefert hatte, gerieten sich die beiden schon vor einem Wettlokal in die Haare. Eine halbe Stunde später traf man sich am Abend des 31. Mai wieder und der Afghane setzte mit einem Messer in der Hand zur Verfolgung an.

„Wuchtige Stichbewegung“
Nach 220 Metern, wie die Polizei später exakt nachmaß, holte der Angeklagte den Flüchtenden in der Meinhardstraße ein, das Messer mit acht Zentimeter Klingenlänge bohrte sich in den Rücken des Tschetschenen - „durch eine aktive und wuchtige Stichbewegung“, bezog sich der Staatsanwalt auf das Gutachten. Auf keinen Fall sei es ein „Auflauf-Unfall“ gewesen, wie es der Verteidiger darstellte. Dieser argumentierte, dass es aus vollem Lauf zum nicht beabsichtigten Stich gekommen sei, als das Opfer abbremste, um zwischen zwei Autos hindurch zu flüchten.

Die tiefe Stichverletzung samt gebrochener Rippe war prinzipiell lebensbedrohlich, der Tschetschene ist aber wieder genesen und sagte auch als Zeuge aus.

Abgelehnter Asylwerber
Erschwerend für den Afghanen war, dass er als abgelehnter Asylwerber auf den subsidiären Schutz in Österreich bauen darf. „Sie haben dieses Gastrecht missbraucht“, verwies die vorsitzende Richterin Helga Moser. Das nicht rechtskräftige Urteil lautete auf 14 Jahre Gefängnis wegen Mordversuchs. 

Andreas Moser
Andreas Moser

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