12.02.2019 14:55 |

Verbotszone kommt

So will Floridsdorf den Alkohol verbannen

Aus für Stänkereien, Saufgelage und handfeste Übergriffe durch Raufbolde. Die vielen Wiener, die täglich den Floridsdorfer Bahnhof nutzen, sollen sich hier bald sicherer fühlen. Am Mittwoch wird der Bezirk das Alkohol-Verbot für den Franz-Jonas-Platz beschließen. Umsetzen kann das aber nur der Landeshauptmann, sprich der Wiener Bürgermeister.

Seit Jahren ringen die Fraktionen um die Verbotszone. Nun haben sich SPÖ, FPÖ, ÖVP und die Liste Wir für Floridsdorf (WIFF) auf einen räumlichen Geltungsbereich geeinigt. Dieser umfasst nicht nur den Platz vor dem Bahnhof selbst (Jonasplatz), sondern auch umliegende Grün- und Freiflächen und ein paar Gassen. Die vier Parteien werden die Zone am Mittwoch so beschließen. Die Grünen und - unverständlicherweise - auch die Neos sind dagegen. Bis das Verbot tatsächlich in Kraft tritt, kann es allerdings etwas dauern.

Bürgermeister muss Verordnung noch unterschbreiben
„Unser Antrag geht weiter an die MA 36, die dann die konkrete rechtliche Grundlage ausarbeitet“, erklärt der Sprecher von Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ). Liegt die Verordnung vor, muss sie vom Bürgermeister noch unterzeichnet werden. Michael Ludwig hat angekündigt, erst auf die Auswertungen des Praterstern-Alkoholverbots warten zu wollen. Das sollte kein Hindernis sein.

Situation am Praterstern hat sich deutlich entschärft
Geht man von Aussagen der Polizei und vieler Passanten aus, hat sich die Situation am Praterstern eindeutig gebessert. Der ehemalige Kriminal-, Schlägerei- und Drogen-Hotspot wirkt heute weitgehend friedlich. „Ich rechne damit, dass das Verbot auf dem Jonasplatz im April oder Mai gültig werden wird“, meint ÖVP-Bezirksparteiobmann Erol Holawatsch. Also rechtzeitig zum Start der „Freiluft-Saison“.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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