15.12.2018 08:30 |

T-Mobile US und Sprint

Huawei-Absage beseitigt Hürde für Mega-Fusion

Ein Verzicht auf Technologie des chinesischen Huawei-Konzerns dürfte Insidern zufolge eine Hürde für die geplante Fusion von T-Mobile US und Sprint aus dem Weg räumen. Beide Mobilfunkunternehmen gehen demnach davon aus, dass der US-Ausschuss für ausländische Investitionen (CFIUS) bereits kommende Woche grünes Licht geben könnte.

Die Mutterkonzerne - darunter die Deutsche Telekom - hätten zugesagt, einen Verzicht auf Huawei-Geräte zu prüfen, so mit dem Fall vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund seien Befürchtungen, dass Huawei im Auftrag der Regierung in Peking Cyberspionage über seine Produkte ermögliche. Huawei weist entsprechende Vorwürfe zurück.

CFIUS hat den Auftrag, die Folgen der geplanten Fusion mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro) auf die nationale Sicherheit der USA zu prüfen. Den Insidern zufolge laufen die entsprechenden Gespräche noch, ein Scheitern sei nicht ausgeschlossen.

Deutsche Telekom will Zusammenarbeit prüfen
Die Deutsche Telekom hatte am Freitag angekündigt, angesichts der Debatte über die Sicherheit von Netzelementen aus China ihre Zusammenarbeit mit Zulieferern zu überprüfen. Die Zeitung „Nikkei“ hatte am Donnerstag ohne Angabe von Quellen berichtet, dass der Sprint-Mutterkonzern SoftBank Group Geräte von Huawei durch solche von Nokia und Ericsson ersetzen wolle. 
Stellungnahmen von Sprint, T-Mobile, Deutsche Telekom, SoftBank and CFIUS lagen zunächst nicht vor.

T-Mobile Österreich setzt auf Aufrüster-Mix
In Österreich setzt T-Mobilebei den Netzwerkausrüstern vor allem auf Nokia, Cisco und Huawei. Die Zusammenarbeit mit den Chinesen laufe gut, Lieferprobleme aufgrund von Sanktionen werden nicht befürchtet. „Wie für alle anderen Zulieferer gilt, dass die Hardware nach den Spezifikationen unserer Konzernmutter Deutsche Telekom gebaut und durch eigene Sicherheitsabteilungen geprüft wird. Sämtliche Netzelemente werden vor Einsatz im Rahmen eines Privacy and Security Assessment intensiv geprüft und deren Verhalten im laufenden Betrieb analysiert“, so T-Mobile Österreich.

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