Abflug nach Nigeria

Reise ins Ungewisse: Grazer Soldat hilft in Afrika

Steiermark
26.09.2018 06:43

Eine Reise ins Ungewisse! 100 Todesopfer und rund 600.000 Menschen, die sich auf der Flucht befinden. Verheerende Unwetter sorgten in Nigeria dafür, dass viele Landesteile überschwemmt wurden, Hab und Gut im Schlamm versank. Ein Grazer Bundesheer-Offizier unterstützt die UNDAC bei einem Einsatz in Afrika.

Die UNDAC sind die Katastrophenerkundungs- und Koordinierungsteams der Vereinten Nationen. Zusammengestellt werden hier Experten aus ganz Europa, nach Afrika werden bis 13. Oktober sechs entsandt.

Neben einem Russen und einem Italiener findet sich auch ein 35-jähriger Grazer in diesem Team. Hauptmann Gernot Hirschmugl ist seit 2017 aktives UNDAC-Mitglied, der Marschbefehl kam Sonntag am Abend, die Abreise erfolgte keine 24 Stunden später. „Zum Glück hat mich ein Rekrut zum Flughafen Schwechat gebracht, so gesehen war dieser Teil der Anreise ziemlich stressfrei“, schmunzelte Hirschmugl.

Was ihn erwartet, ahnt er nicht im Entferntesten. „Wir treffen uns in der Hauptstadt Abuja, danach erfolgt die Lagebeurteilung in den betroffenen Gebieten wie Kogi, Delta, Niger oder Anambra. Man muss sich vorstellen, dass die Menschen alles verloren, auch kein Geld bei sich haben.“

Eile ist bei dem Einsatz so oder so geboten, da sich erneut eine bedrohliche Schlechtwetterfront aufbaut. Vorbereitet sind die Experten aus ganz Europa jedenfalls perfekt: Kurse und Trainings wurden abgehalten, alle Impfungen sind erledigt, lange Bekleidung und auch der Insektenschutz wanderten in das Gepäck. Aber auch das mulmige Gefühl macht die Reise mit.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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