Di, 23. Oktober 2018

Ersmals seit 5 Jahren

25.09.2018 10:31

Unsere Wirtschaft wächst stärker als die deutsche

Die österreichische Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr real um 2,6 Prozent auf 369,9 Milliarden Euro gewachsen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren habe sie sich damit stärker als die deutsche Wirtschaft mit 2,2 Prozent entwickelt, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Österreichs Wirtschaft wuchs im Vorjahr auch kräftiger als die der EU und der Eurozone, wo die Wachstumsraten für 2017 jeweils 2,4 Prozent betrugen. 

Insgesamt sei Österreichs Wirtschaft im Vorjahr aber weniger stark gewachsen als bisher angenommen. Laut Berechnungen der Statistik Austria stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real um 2,6 Prozent - und nicht wie bisher von Experten geschätzt um 3,0 Prozent. Das Wachstum fiel damit trotzdem kräftiger als 2016 und 2015 aus, mit Wachstumsraten von damals 2,0 und 1,1 Prozent.

Pro-Kopf-BIP betrug 2017 42.060 Euro
„Durch die neuen Jahreswerte stellt sich der jüngste Konjunkturaufschwung weniger dynamisch dar“, betonte das Wifo dazu. Die Quartalsverläufe würden aber weiterhin den konjunkturellen Wachstumshöhepunkt zum zurückliegenden Jahreswechsel (gegen Ende 2017/Anfang 2018) sowie einen robusten Fortgang widerspiegeln. Zu laufenden Preisen - also nominell - stieg das österreichische Bruttoinlandsprodukt 2017 um auf rund 369,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wert von 42.060 Euro pro Einwohner.

BIP-Wachstum für 2016 nach oben korrigiert
Im zweiten Quartal wuchs die Wirtschaft zwar fast ungebremst, im Jahresabstand verringerte sich das reale Wachstum laut Wifo aber leicht von 0,8 Prozent zu Jahresbeginn auf 0,6 Prozent im Zeitraum April bis Juni. Dafür legte das BIP im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr mit real 2,7 Prozent etwas stärker zu als zuletzt angenommen. Allerdings hatte der Anstieg im ersten Quartal noch 3,7 Prozent betragen. Andererseits korrigierte die Statistik Austria das österreichische BIP-Wachstum für 2016 um fast einen halben Prozentpunkt auf 2,0 Prozent nach oben.

Gute Investitionskonjunktur
Auch die Investitionskonjunktur verlief weiter gut. Die Bruttoanlageinvestitionen - Ausrüstungen, Bauten und sonstige Anlagen - stiegen wie schon im ersten Vierteljahr um 1,0 Prozent. Neben den Bauinvestitionen (+0,7 Prozent) wuchs die Nachfrage nach Ausrüstungsinvestitionen (+1,7 Prozent) deutlich, wobei hier laut Wifo vor allem jene nach Fahrzeugen sehr dynamisch verlief. Die Importe expandierten im zweiten Quartal - mit der guten Konsum- und Investitionsdynamik - stark (+1,1 Prozent). Die Exporte legten ebenfalls um 1,1 Prozent zu, wobei sich hier aber vor allem bei den Warenexporten das Wachstumstempo abschwächte und „nicht mehr die hohe Dynamik aus dem Jahr 2017 aufwies“, so das Wifo.

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