Die „Bio-Aktie“ kann nirgendwo sonst hin als steil nach oben, würden Markt-Analysten sagen. Musterschüler dieses weltweiten Trends ist die Steiermark mit 4000 Biobauern. Die veranstalten in den kommenden Monaten ein fröhliches Schaulaufen im ganzen Land. Los geht’s am 28. und 29. September beim Bio-Fest in Graz.
„Wir sind die kulinarische Schatzkammer Europas“, resümiert Agrar-Landesrat Hans Seitinger stolz: 23 Prozent unserer Landwirtschaftsflächen - dreimal so viel wie im Europa-Schnitt - werden biologisch bewirtschaftet, so die Statistik.
Bio-Obst und -Wein boomen
Und ein Ende des Booms ist nicht absehbar, wie Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher erläutert: Beim Obst stieg der Bio-Anteil in zwei Jahren um die Hälfte auf mittlerweile 30 Prozent an; beim Wein ging es in drei Jahren um satte 70 Prozent hinauf (gesamt: 559 Hektar).
Da Klimawandel und Schädlinge die Biobauern vor ganz spezielle Probleme bei Ertrag und Pflanzenschutz stellen, nimmt das Land auch Geld für die Ausbildung der Jungen in die Hand: 20 Millionen Euro fließen in den nächsten Jahren in den Ausbau der Fachschule Alt-Grottenhof in Graz, kündigt Seitinger an.
Jeder Steirer hat sein Bio ums Eck
Längst den Schulen entwachsen sind jene rund 4000 heimischen Bauern, die bereits biologisch wirtschaften. Bio-Ernte-Chef Thomas Gschier: „Jeder Steirer hat einen Biobauern in Reichweite!“
Um den Landsleuten den Mund so richtig wässrig zu machen, hat sich der Verein die Initiative „Bio ums Eck live erleben“ einfallen lassen. Im Zentrum steht ein riesiges Bio-Fest auf dem Grazer Hauptplatz, die Tour führt außerdem durch zehn weitere Bezirke (Termine: siehe Info unten).
Mit ihren Aktionen werben die Bauern auch dafür, saisonal und regional einzukaufen. Das, so Seitinger, spare Zigtausende umweltschädliche Kilometer beim Transport der Ware - von der exzellenten Qualität heimischer Produkte ganz abgesehen.
Die Aktionen der steirischen Initiative „Bio ums Eck“:
Details: www.ernte-steiermark.at









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