Mi, 19. Dezember 2018

Gefahr unterschätzt:

21.09.2018 11:00

Durch Anprall wird Ladegut schnell zum Geschoss

Der Horrorunfall von Unterweißenbach, bei dem ungesicherte Winterreifen im Kofferraum mitschuld am Tod eines Buben (3) sein könnten, erschüttert ÖAMTC-Experten. Ungesichertes Ladegut sei eine unterschätzte Gefahr ist.

„Normalerweise ist ein Kindersitz so konstruiert, dass ein Kind einen Frontalunfall ohne schwere Verletzungen überlebt. Wenn aber ungesicherte Ladung vom Kofferraum nach vorne in die Fahrgastzelle geschleudert wird, sieht es anders aus“, weiß Steffan Kerbl, Kindersitz-Experte beim ÖAMTC. Er weist darauf hin, dass  - wie bei dem schrecklichen Unfall in Unterweißenbach - ein 15 Kilo schwerer Winterreifen durch die Krafteinwirkung bei einem Frontalunfall das 50-fache seines Gewichts an Wucht entwickeln kann, so zur tödlichen Gefahr wird.

Jannik (3) verstorben
Genau das soll laut Polizei am vergangenen Freitag in Unterweißenbach passiert sein, als ein 17-Jähriger mit seinem Audi A 4 gegen den gerade gekauften Peugeot 308 einer 33-Jährigen aus Leonding stieß. Die vier Winterreifen flogen aus dem Kofferraum im Kombi nach vorne, drückten die Lehne der Sitzbank mit dem Kindersitz gegen die Rücklehnen der Vordersitze. Jannik (3) erlitt einen Genickbruch, an dem der Bub, wie berichtet, zwei Tage später verstarb.

Gepäck sicher verstauen
Die ÖAMTC-Experten raten, Gepäck immer sicher zu verstauen. Besonders groß ist die Gefahr bei Kombis und Vans. Sicherheitsnetze und Trenngitter werden empfohlen. Gegenstände nie frei auf die Ladefläche stellen. Zum Sichern Fahr- und Spanngurte benutzen, lose Teile abdecken.

Christoph Gantner/Kronen Zeitung

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