Mi, 19. Dezember 2018

Angst vor Raubtieren

19.09.2018 15:13

Wolf steht schon vor der Tür

Eine Wölfin mit zwei Jungen spaziert seelenruhig vor einem Haus über die Zufahrtsstraße! Vor allem in der Dämmerung wagen sich die Raubtiere im Waldviertel bereits immer näher an die Siedlungen. Die Angst geht um, Bauern halten sogar ihre Schrotflinten griffbereit.

Erika Hager stockte der Atem. Als sie am Abend aus dem Fenster ihres Hauses in Spital bei Weitra im Bezirk Gmünd blickte, traute sie zuerst ihren Augen nicht. „Doch es war eindeutig ein Wolf, der quer über die Zufahrtsstraße trabte“, berichtet die Akademikerin. Und eine Autofahrerin sah gleich danach am selben Ort zwei Jungwölfe in den Wald huschen. „Offenbar war hier ein Muttertier mit seinem Nachwuchs auf Nahrungssuche“, folgert Hager.

Dass sich Isegrim immer näher an Siedlungen und Gehöfte wagt, lässt bei erfahrenen Förstern, aber vor allem auch bei Landwirten im Waldviertel die Alarmglocken schrillen. „Wenn es kälter wird und kein Vieh auf der Weide ist, wird sich der Wolf in den Ställen holen, was er braucht“, heißt es in Bauernkreisen. Und hinter vorgehaltener Hand berichten etliche Betroffene: „Ohne Schrotflinte wagen wir uns in der Dämmerung gar nicht mehr ins Freie.“

In Bruderndorf im Bezirk Zwettl zerren die herumstreifenden Raubtiere ebenfalls bereits gehörig an den Nerven der Ortsbewohner. „Kürzlich haben die Wölfe schon so nahe an unserem Hof geheult, dass sie sogar die Kinder aufgeweckt haben“, schildert ein Landwirt.

Ch. Weisgram/M. Perry, Kronen Zeitung

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