Rad-WM-Technikchef:

„Täglich 60 Kilometer Zäune auf- und abbauen“

Tirol
18.09.2018 08:58

Fünf Tage vor dem ersten Rennen der Straßenrad-WM tickt die Uhr für die Organisatoren unerbittlich. Zwischen Hofburg und Landestheater sind Stapler, Techniker und Bühnenarbeiter in Bewegung - mittendrin steht völlig gelassen Joachim („Jojo“) Pölzl, der technische Produktionsleiter des Großereignisses.

Das Handy auf lautlos, doch ständiges Blinken verrät während des „Krone“-Interviews, dass jemand ein Anliegen an den Veranstaltungsprofi hat. Doch der gebürtige Grazer Joachim Pölzl, der seit 20 Jahren in Innsbruck-Hötting lebt, lässt Hektik erst gar nicht aufkommen.

Erfahrung mit Großereignissen
Mit seiner Firma TDA Services GmbH „schupft“ Pölzl auch die Nordische Ski WM im Februar in Seefeld, schon hinter sich hat er die die Snowboard WM 2015 am Kreischberg und Red-Bull-Großevents in aller Welt. Schlafen wird Pölzl während der Rad WM „wohl nur zwischen 2 und 6 Uhr“. Der Profi über . . .

. . . den Aufbau im Zielbereich: „Wir haben Platz für 10.000 Ticketinhaber, die alle nach der Zieleinfahrt links Platz finden. 5000 Akkreditierte sind in den Bereichen rechts. Dazu gehören die VIP-Zone im Congress, Moderatorenplätze, TV-Container, Bühne und Medienzonen. Der Platz vor dem Landestheater ist ideal, mit einer schönen Geraden am Schluss.“

Verständnis für Verkehrssperren entscheidend
. . . die größte Herausforderung? „Die liegt sicher darin, von der Bevölkerung die das Verständnis für die Verkehrssperren zu bekommen. Die eifrigsten Kritiker sind gut situierte 50- bis 60-Jährige.“ Bereits gesperrt sind Teile des Rennweges und das Herzog-Otto-Ufer. Morgendliche Staus waren derzeit nicht zu vermeiden.

. . . die Absperrung: „Wir bauen jeden Tag 60 Kilometer Absperrzäune auf und ab. Etwa 1500 Ordner stehen bereit, praktisch vor jeder Hauseinfahrt einer.“

. . . über Parkplätze: "Wir haben von Bauern große Flächen gemietet, an denen auch sanitäre Anlagen stehen. Das geht soweit, dass der Bauer mit seinem Traktor zu Hilfe kommt, wenn jemand stecken bleibt.

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