So, 18. November 2018

Sicherheitskonzept:

15.09.2018 05:00

Der ganze Rapoldipark auf einem Schirm

Er wurde quasi zum Symbol der Sicherheitsdebatte in Innsbruck: Der Rapoldipark. Obwohl die Anzahl der Delikte eigentlich gering ist, war das Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung groß. Ein neues Sicherheitskonzept soll dem nun entgegenwirken - und „der Bevölkerung ihren Park zurückgeben“.

Insgesamt 72 Kameras wurden im und um den Park installiert - die Bilder werden an die Polizei übermittelt, wo die Beamten alles auf dem Schirm haben. Wird etwas Verdächtiges wahrgenommen, kann sofort eingegriffen werden. „Es geht in erster Linie um Prävention“, erklärte Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler.

Erste Erfolge
Eine Strategie, die aufzugehen scheint: „Wir haben einen Mann beobachtet, der offenbar auf der Suche nach einem Dealer war. Die Streife ist hingefahren und hat ihm erklärt, er wird hier niemanden finden. Der sucht hier so schnell nicht wieder“, freute sich Chefinspektor Hubert Thonhauser. Zudem konnte ein Mann gefilmt werden, der in einem nahegelehgenen Lokal randalierte - „die Bilder konnten wir nun der Staatsanwaltschaft zur Verfügung stellen“, erklärt Thonhauser weiter.

Ein wesentlicher Schritt
Seit zwei Wochen wird das neue Konzept umgesetzt. Die Aufzeichnungen werden nach 48 Stunden gelöscht - außer im Falle einer Straftat. Neben der Videoüberwachung, spielt Licht eine große Rolle: Es gibt Lichtkegel, die Fußgänger in der Dunkelheit begleiten. Außerdem kann die Polizei große Bereiche erhellen. „Wir werden niemals hundertprozentige Sicherheit garantieren können, aber das ist ein wesentlicher Schritt. Denn in Innsbruck darf es keine ’No-Go-Areas’ geben“, so Vize-BM Franz X. Gruber.

Strategie geht auf
Das neue Konzept resultiere aus einer sehr guten Zusammenarbeit von Polizei, Stadt Innsbruck und IKB, die ihr Know-How als Technologiepartner beisteuerte. Die Kameras ersetzen die Streifen nicht, sondern begleiten sie. Erfahrungen von bereits überwachten Orten (Bögen, Südtiroler Platz) zeigen, es wirkt: „Im ersten Halbjahr 2018 konnten wir so 16 Delikte verhindern, 24 aufklären“, sagte Kirchler.

Begleitend soziale Maßnahmen
Zusätzlich arbeitet man an sozialen Begleitmaßnahmen, die abfedern und der Verlagerung entgegenwirken sollen. Der Park soll außerdem bespielt werden - von Sport bis Kultur. „Es soll klar sein, dass der Rapoldipark zurück ist“, betonte Gruber abschließend.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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