Sa, 17. November 2018

Anrainern reicht es

14.09.2018 06:00

Irre „Rennstrecke“: 9000 Raser in elf Wochen

Schon seit Jahren beschweren sich in Semriach im Ortsteil Augraben die Anrainer über Autofahrer, welche die Landesstraße mit einer „Rennstrecke“ verwechseln. Weil Beschwerden aber nichts beweisen, kaufte die Gemeinde ein Messgerät und stellte es elf Wochen auf. In diesem Zeitraum wurden 9000 Raser registriert.

Der aus Ungarn stammende Wirt Josef Szegvari - er hat seit 1. April im Augraben das Restaurant Magdalena gepachtet - brachte den Stein ins Rollen. Immer wieder wurde er Zeuge, wie Autolenker die mit 80 km/h beschränkte Landesstraße für eine Rennstrecke hielten. Darunter leiden auch viele Anrainer und die Betreiber eines Kindergartens, in dem bis zu 20 Mädchen und Buben untergebracht sind.

Gemeinde wollte es genau wissen
Beschwerden beweisen gar nichts, also wandten sich die verzweifelten Anrainer an die Gemeinde und landeten bei dem für die Straßenverwaltung zuständigen SP-Gemeinderat Florian Hirsch. „Die Gemeinde hat um 2500 Euro von einer Salzburger Firma ein Gerät zur Geschwindigkeitsmessung gekauft“, berichtet der Politiker.

„Es war in unmittelbarer Nähe des Lokals aufgestellt, hat drei Wochen den bergauf fließenden und acht Wochen den Verkehr in der Gegenrichtung gemessen. Insgesamt waren es an die 400.000 Verkehrsteilnehmer - Mopeds, Motorräder und Radfahrer inklusive.“

Der schnellste Raser hatte 176 km/h
Das Ergebnis spricht Bände: 3000 Autofahrer fuhren um einiges schneller als 80 km/h, bei 6000 lag die Geschwindigkeit jenseits von 130 km/h. Florian Hirsch: „Der schnellste Raser ist mit 176 Sachen dahingebraust.“

Im Durchschnitt fuhr jeder Lenker mit 97 km/h bergauf und mit 94 km/h bergab. Das wiederum unterstreicht die Forderung nach mehr Sicherheit, sprich: zwei Radarboxen.

Rasche Lösung muss her
Zuerst werden die Messergebnisse in der Gemeinde besprochen, dann der Bezirkshauptmannschaft vorgelegt, die sich mit der Polizei bespricht. Eine Lösung muss jedenfalls rasch her!

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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