Do, 20. September 2018

NS-Wiederbetätigung

12.09.2018 10:33

Kaffeetasse mit Konterfei von Hitler zum Frühstück

Wegen diverser Nazi-Bilder am Handy, einem Foto von Adolf Hitler an seiner Wohnzimmerwand und einer Kaffeetasse musste sich am Dienstag ein in Tirol lebender Deutscher (27) vor Gericht verantworten. Doch der schob die Schuld der ehemaligen Lebensgefährtin unter und wurde deshalb auch wegen Verleumdung verurteilt.

Im Juni des Vorjahres wurde die Polizei wegen häuslicher Gewalt zu einem Haus ins Schmirntal gerufen. Als ihnen der Herr des Hauses dann mit Springerstiefeln und einem fragwürdigen T-Shirt die Tür öffnete, schauten die Beamten genauer nach. Sie entdeckten im Wohnzimmer ein Bild von Adolf Hitler. Auch auf einer Kaffeetasse war das Konterfei des Führers zu sehen. „Die beiden Sachen gehörten der Mutter meines Kindes. Natürlich habe ich auch einmal meinen Kaffee aus der Tasse getrunken“, rechtfertigte sich der Angeklagte am Innsbrucker Landesgericht vor den Geschworenen. „Aber ich habe mir dabei nichts gedacht.“

„Meine Ex ist ein Neo-Nazi“
Im Handy des gebürtigen Deutschen wurden aber auch mehr als 20 einschlägige Textnachrichten und Bildchen entdeckt, die er an mehrere Personen geschickt haben soll. „Drei habe ich verschickt, das stimmt. Den Rest hat aber meine Ex-Partnerin weitergeleitet“, erklärte der 27-Jährige und ergänzte: „Ja, ich würde sie als Neo-Nazi bezeichnen.“

An unbedingter Haft vorbeigeschrammt
Wegen der Hitler-Tasse, der eingestandenen WhatsApp und wegen Verleumdung wurde der Deutsche in Bezugnahme auf ein Urteil des Bezirksgerichtes zu 18 Monaten bedingter Haft und 3600 Euro verurteilt. Nicht rechtskräftig.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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