Der Salzburger Michael Walchhofer, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils die Abfahrt auf der Saslong gewonnen hatte, verpasste das Triple und fuhr auf Rang 5. Die restlichen ÖSV-Athleten landeten im abgeschlagenen Feld.
Für Osborne-Paradis war es der insgesamt dritte Weltcupsieg, der zweite in der Abfahrt nach jenem am 6. März dieses Jahres in Kvitfjell. "Mein Ziel war ein Platz auf dem Podest, der Sieg ist natürlich im Vorfeld der Olympischen Spiele wunderschön", sagte Osborne-Paradis, der aus der Olympia-Region Vancouver kommt, nach dem Rennen. 2008 hatte Osborne-Paradis in der Gröden-Abfahrt Rang drei belegt.
Balsam auf Kanadas Wunden
Für die Kanadier ist dieser Triumph wie Balsam auf die Wunden, erst am Freitag hatte sich Francois Bourque einen Kreuzbandriss zugezogen. Bourque war bei weitem nicht das erste Verletzungsopfer im Team, davor hatten schwere Blessuren bereits die Olympia-Träume von John Kucera, Jean-Philippe Roy, Larisa Yurkiw und Kelly Vanderbeek beendet.
Die Saslong-Strecke hatte sich im Vergleich zu den Trainings am Mittwoch und Donnerstag aufgrund von etwas höheren Temperaturen und leichtem Schneefall über Nacht etwas langsamer präsentiert. Mario Scheiber, der nach schwerer Schulter- und Knieverletzung wieder mitten in der Weltspitze gelandet ist, war das egal.
Scheiber "sehr, sehr zufrieden"
Genauso wie die Tatsache, dass die Startnummern vor ihm ohne ersichtlichen Grund großen Rückstand ausfassten. "Das habe ich nicht mitgekriegt, und so etwas interessiert mich nicht. Ich konzentriere mich nur auf meinen Lauf. Mit diesem Ergebnis bin ich sehr, sehr zufrieden, ich bin überglücklich, das ist ein sehr großer Erfolg für mich", meinte Scheiber, der auch im Super-G von Gröden als Vierter bester Österreicher gewesen war.
Walchhofer wollte am Samstag unbedingt zum dritten Mal in Folge in Gröden gewinnen und damit den bisher einzigen "Hattrick" auf der Saslong von Franz Klammer einstellen. "Und als ich über die Ziellinie gefahren bin, dachte ich mir auch: Jawohl, das war's. Aber dann habe ich gesehen, dass die Leute nicht gejubelt haben", berichtete Walchhofer über die Momente im Zielraum.
"Was los war, weiß ich nicht, eigentlich habe ich alles gut erwischt", rätselte Walchhofer. ÖSV-Alpinchef Hans Pum stellte klar, dass bei der Fahrt Walchhofers stärkerer Wind als bei der Konkurrenz geblasen habe, doch der Salzburger wollte keine Ausreden: "Über das zu reden ist müßig. Aber vom Glück verfolgt war ich in den jüngsten Abfahrten wirklich nicht."
Das Endergebnis
1 | OSBORNE-PARADIS Manuel | CAN | 2:01.27 |
2 | SCHEIBER Mario | AUT | 2:01.40 |
3 | HOFFMANN Ambrosi | SUI | 2:01.52 |
3 | CLAREY Johan | FRA | 2:01.52 |
5 | WALCHHOFER Michael | AUT | 2:01.75 |
6 | DIXON Robbie | CAN | 2:01.77 |
7 | BÜCHEL Marco | LIE | 2:01.83 |
7 | OLSSON Hans | SWE | 2:01.83 |
9 | MILLER Bode | USA | 2:02.04 |
10 | CUCHE Didier | SUI | 2:02.12 |
11 | GUAY Erik | CAN | 2:02.13 |
12 | SULLIVAN Marco | USA | 2:02.16 |
13 | SPORN Andrej | SLO | 2:02.20 |
14 | KÜNG Patrick | SUI | 2:02.26 |
15 | JÄRBYN Patrik | SWE | 2:02.41 |
16 | BAUMANN Romed | AUT | 2:02.51 |
17 | SVINDAL Aksel Lund | NOR | 2:02.54 |
18 | NYMAN Steven | USA | 2:02.55 |
19 | FISHER Erik | USA | 2:02.67 |
20 | PERKO Rok | SLO | 2:02.83 |
21 | ZAHROBSKY Petr | CZE | 2:03.00 |
21 | FAYED Guillermo | FRA | 2:03.00 |
23 | MACARTNEY Scott | USA | 2:03.01 |
24 | GRUGGER Hans | AUT | 2:03.10 |
24 | WEIBRECHT Andrew | USA | 2:03.10 |
26 | POISSON David | FRA | 2:03.15 |
26 | KRÖLL Klaus | AUT | 2:03.15 |
28 | PARIS Dominik | ITA | 2:03.29 |
29 | GRÜNENFELDER Tobias | SUI | 2:03.31 |
30 | BERTRAND Yannick | FRA | 2:03.32 |
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