So, 23. September 2018

Handydaten, Sensoren

05.09.2018 06:50

Stadt Graz spioniert für den guten Zweck

Graz, die digitale Stadt, wird langsam Wirklichkeit: Sensoren auf Öffis überwachen nun die Luft - das könnte viele Vorteile haben. „Ausgespäht“ werden auch Touristen, um klügere Werbung zu machen. In Vorbereitung ist die bessere Überwachung von Verkehrsströmen  per Handydaten. Graz sei wieder einmal Vorreiter, so der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl.

Umweltsensoren auf Öffis: Diese messen ab sofort Temperatur, Feinstaub- und Stickoxid-Belastung in Grazer Straßen. In der Probephase bis April 2019 sind vier Stück im Einsatz (auf zwei Bims und zwei Bussen). Funktioniert alles, werden mehr Öffis bestückt.

Die Vorteile sind mannigfaltig. So können im Winter Temperaturunterschiede in Straßenzügen festgestellt werden. In wärmeren Straßen kann weniger Salz gestreut werden, was der Umwelt nutzt.

Feinstaub bzw. Stickoxide werden jetzt an fixen Stationen gemessen, mobile Messungen aber bringen ein viel genaueres Bild, wo es etwa weitere Problemzonen gibt. Dementsprechend kann die Stadt Maßnahmen ableiten.

Handy-Daten: Die Stadt wertet die Handy-Daten der Menschen aus, die in der Murmetropole unterwegs sind - nämlich die Vorwahlen. Wohin gehen  Japaner, Deutsche usw.? Entsprechend kann in den jeweiligen Ländern zielgerichteter Werbung gemacht werden. Auch dieses Projekt ist schon angelaufen.

Verkehrsströme: In Vorbereitung ist die Auswertung von Handy-Daten zur stets aktuellen Messung von Verkehrsströmen (Staus bzw. drohende Staus usw.).

Gefahrenstellen: Ebenfalls in Vorbereitung ist die Nutzung der Bike-Citizens-App. Nutzer (etwa 1000 Freiwillige sollen es sein) sollen hier Gefahrenstellen usw. melden. Ihre Bewegungen durch die Stadt (per Rad oder zu Fuß) sollen verfolgt werden.

Vorreiter
VP-Bürgermeister Siegfried Nagl: „Mit diesem europäischen Vorreiterprojekt leben wir den Smart-City-Gedanken. Die Umweltsensoren nutzen wir, um die Luftgüte   zu verbessern.“

Gerald Richter
Gerald Richter

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