Manche glauben an mehr Glück, andere können es sich einfach leichter merken, und wieder andere wollen für den besonderen Tag auch ein besonderes Datum. So oder so, sind „Schnapszahlen“ bei Brautpaaren sehr beliebt. Kein Wunder also, dass die Standesämter am heutigen 18.08.2018 quasi ausgebucht sind. Der besondere Hochzeitstermin erfordert viel Planung - und Kompromisse.
Es wäre schon fast zu magisch gewesen, wenn sich die 18. Hochzeit auch noch ausgegangen wäre: 17 Paare werden heute im Innsbrucker Standesamt getraut - „mit 18 wäre die Kapazität voll ausgeschöpft gewesen“, schildert Markus Tilly vom Standesamt. Aber auch 17 ist eine beträchtliche Zahl: „Normalerweise sind es in etwa zehn Hochzeiten an Samstagen - mit 17 sind wir schon knackevoll“, betont Tilly. Und auch in den Standesämtern außerhalb Innsbrucks wird heute öfter Ja gesagt als normal.
Höhere Scheidungsrate
Dabei wollen australische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben, dass Paare, die an einem besonderen Datum heiraten, eine 18 bis 36 Prozent höhere Scheidungswahrscheinlichkeit haben, als andere. Der Grund: Paare, die sich für ein „Schnapszahl“-Datum entscheiden, haben der Studie zufolge weniger Gemeinsamkeiten.
Hochzeitsplanerin sieht das anders
Eine Aussage, die Stephanie Rügner nicht bestätigen kann. Seit zehn Jahren verhilft die Tirolerin mit ihrer Agentur „Dreamotions“ Paaren zum schönsten Tag im Leben. So auch heute: „Ich habe ein Paar, die haben am 16.06.2016 standesamtlich geheiratet - heute folgt die kirchliche Trauung.“ Bei „ihren“ Paaren wisse sie von nur einer Scheidung in all den Jahren.
Prioritäten setzen
Grundsätzlich gehe es um Prioritäten, schildert die Expertin: „Will man das besondere Datum, muss man mehr Kompromisse eingehen, was die Dienstleister betrifft, denn die sind da schwieriger zu bekommen.“
Planung lange im Voraus
Dass „Schnapszahlen“-Daten beliebt sind, weiß auch das österreichische Hochzeitsportal www.hochzeits-location.info. „Das Interesse für ein besonderes Datum ist rund viermal so hoch wie an normalen Terminen“, heißt es in einer Aussendung. Man muss also früh genug dran sein. „Die ersten Anfragen für das heutige Datum kamen vor zwei Jahren“, schildert Dagmar Rührens vom Greenvieh Chalet in Mieming. Das Restaurant ist laut dem Online-Portal eines der drei meistgeklickten Hochzeits-Locations in Tirol.
Glück bis in die Unendlichkeit
Für all jene, bei denen alles geklappt hat, bleibt zu wünschen, dass die Acht, die liegend für die Unendlichkeit steht, auch ihre Wirkung zeigt. Das nächste „Schnapszahlen“-Datum ist übrigens der 10.10.2020 - die Planung kann also schon mal los gehen.
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