Mo, 10. Dezember 2018

Wissen wie es geht

19.08.2018 06:00

Kariesfrei ins Leben starten

Es ist gar nicht so schwer, Kindern frühe Zahnbehandlungen zu ersparen. Es kommt sehr auf das Verhalten der Eltern an. Hier die wichtigsten Tipps.

Die meisten denken bei Zahngesundheit „nur“ an regelmäßiges Zähneputzen. Das ist sehr wichtig. Aber Zahngesundheit beginnt bereits bei den Eltern. Schlecken Mamis z. B. den Schnuller oder Löffel ab, gelangen ihre Kariesbakterien in den Mund der Kleinen. Diesem Umstand muss man ja nicht gerade Vorschub leisten. Außerdem sollten die Eltern bei der Mundhygiene mit gutem Beispiel vorangehen und ihre Zähne regelmäßig gründlich putzen, damit es auch für die Kinder selbstverständlich wird. Wenn schon (nur ab und zu!) süße Säfte mit Fläschchen gegeben werden, nicht längere Zeit daran nuckeln lassen! Sonst werden die Beißerchen einem regelrechten Säurebad ausgesetzt.

Die Mundpflege beim Nachwuchs erfolgt optimalerweise mit dem ersten Zahn. Nach den Mahlzeiten den Kindern Wasser zu trinken geben und mit einem Wattestäbchen nachreinigen. Sind bereits mehrere Zähnchen durchgebrochen, eine weiche, dem Alter angepasste Zahnbürste benützen. Paste eignet sich erst, wenn der Nachwuchs diese auch ausspucken kann. Bedenken Sie: Schmecken die Produkte nicht zu süß oder intensiv nach Früchten, gelingt das leichter.

Mit drei, vier Jahren können die Kleinen schon selbst Hand anlegen, um zu üben. Da jedoch die Feinmotorik erst ab dem 6., 7. Lebensjahr entwickelt ist, sollten Mama oder Papa beim Reinigen dabei sein und im Bedarfsfall ein wenig nachhelfen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit des Putzrituals! Das Forum Gesundheit der OÖ Gebietskrankenkasse rät:

  • Zweimal täglich reinigen, besonders abends vor dem Schlafengehen. Nach jedem Essen mit einem Schluck Wasser spülen, vor allem nach dem Genuss von sauren Speisen, Säften und Naschereien.
  • Die ideale Zahnbürste ist eher weich mit kleinem Bürstenkopf, damit alle Zahnflächen, -winkel und -zwischenräume erreicht werden. Aus hygienischen Gründen mindestens viermal jährlich erneuern.
  • Zweimal jährlich zum zahnärztlichen Check. Wenn das Kind schon früh in entspannter Atmosphäre die Ordination kennenlernen kann, kommt bei späteren Besuchen keine Panik auf.

Einzelne Praxen in Österreich sind auf Kinder spezialisiert, falls es mit der Angstfreiheit doch nicht so einfach klappt. „Als besonders hilfreich hat sich die spezielle Hypnosetechnik ,Verhaltensführung‘ erwiesen“, erklärt Dr. Sabine Wenger aus Wien. Dabei werden die Kleinen mit verwirrenden Fragen gezielt abgelenkt. Außerdem wird eine Sedierung zum „Zaubersaft“, und der Bohrer ist ein „Zahnbesen“, der Karies wegkehrt.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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