Di, 13. November 2018

Hüttenleben

16.08.2018 06:00

Für Schutzsuchende immer da

Abgelegen, dafür wildromantisch findet sich die heimelige Salzkofelhütte in der Kreuzeckgruppe, wo müde Wanderer bei Martina Graimann einen Unterschlupf finden können.

Wieder hat Krankenschwester Martina Graimann ihr Leben im Tal mit dem in den Bergen getauscht. Gemeinsam mit ihrem Sohn David (3) verbringt die attraktive Himmelbergerin den Sommer in der Kreuzeckgruppe. „Es ist oft beschwerlich und auch stressig, eine Schutzhütte zu führen“, sagt Martina, denn die Salzkofelhütte oberhalb von Sachsenburg - immerhin eine der ältesten noch unveränderten Schutzhütten Europas - ist nur zu Fuß erreichbar. „Wenn man so eine Hütte bewirtschaftet, die Wanderern Schutz bietet, dann musst du als Hüttenwirt auch Psychologe, Wetterfrosch, Geologe und Animateur sein“, sagt die Feldkirchnerin und „herrscht einmal Schlechtwetter, dann ist das Leben hier oben in 1987 Meter Höhe in den Bergen auch durchaus einmal schwierig.“

Denn Tagesgäste bleiben dann aus und deshalb ist es auch so schwierig, eine Saison vorauszuplanen. „Im Vorjahr haben wir uns verschätzt“, erzählt Martina: „Wir mussten schlussendlich 1,5 Tonnen zusätzliche Verpflegung zu Fuß zur Hütte tragen.“ Trotzdem genießt Martina ihren Almsommer. David (3) spielt mit Hund „Benni“ und ihr Mann Robert Graimann kann sich von einer Krankheit gut in den Bergen erholen, seine Martina bei leichten Hilfstätigkeiten unterstützen und sein Alpinreisebüro organisieren und managen. „Für mich ist die Salzkofelhütte ein Bergjuwel in einem wunderschönen Bergparadies, weit weg vom Alltag.“

Passend, dass die Salzkofelhütte auch die erste Station am Kreuzeck-Höhenweg ist. In fünf Etappen durchquert man diese wildromantische Bergwelt mit vielen, kleinen Bergseen und einsamen Hochkaren. „Eine Wanderung für alle, die das Besondere suchen“, ist für Martina klar, die gerade dabei ist, die drei Vierbett-Zimmer sowie das Lager für die nächsten Wanderer vorzubereiten. Unterstützt wird Martina von Jürgen, einem Oberösterreicher, der hier ebenfalls einmal eine kurze Auszeit aus dem Alltag sucht.

Wenn Martina einmal Zeit für sich selbst benötigt, dann zieht es sie hinauf auf den Salzkofel. „In dieser Gegend rund um den Goldsattel wurde früher Gold abgebaut und es sollen sogar richtige Nuggets hier gefunden worden sein.“ Also auch geologisch hat der Salzkofel mit seinen einmaligen Marmoreinschlüssen in Urgestein viel zu bieten. Und wenn’s einmal ganz heiß ist, dann erfrischt man sich mit einem Sprung in den Pussarnitzer Almsee. Herrlich ist’s hier oben.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Zahlen aus Ministerium
Abschiebungen: Plus 46%, beinahe 50% vorbestraft
Österreich
Im Derby auf der Bank
Genoa-Krise: Juric bekommt doch noch eine Chance!
Fußball International
Klub der 37-er
Tag der Karriere-Enden! Drei Weltgrößen hören auf
Fußball International
Talk mit Katia Wagner
Dürfen wir noch Patrioten sein?
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.