Sa, 18. August 2018

Taxenbacher siegte

29.07.2018 20:53

Der Hogmoa vom Hundstoa

Seit 500 Jahren wird am Hundstoa schon geranggelt: Rund um Jakobi treten die starken Burschen traditionell in den Ring. Alles haben sie schon erlebt: Dauerregen, Schnee, Hagel. Am Sonntag holte Hermann Höllwart aus Taxenbach zum fünften Mal den Hogmoar. Auch viel Jugend ranggelte mit. Ein Prachttag . . .

„Die Leistung war Wahnsinn. Ich bin heuer selbst stolz“, so ein überglücklicher Sieger. Der Hogmoar heißt heuer wieder Hermann Höllwart (31). Er siegte am Hundstoa schon 2010, 2011, 2012, 2015 und 2017.

Beim finalen Kampf war es am Sonntag mucksmäuschenstill in der Naturarena hoch über Maria Alm: In der zweiten Runde dauerte es nur drei Sekunden bis zum entscheidenden Wurf. Das Finale gegen Christoph Mayer (auch Taxenbach) war eine offene Partie. Mayer hatte aus den Vorrunden einen Sieg weniger und musste sich geschlagen geben. Sein Vereinskollege Höllwart konnte nach dem Sieg im Vorjahr wieder die Hogmoar-Fahne mit nach Hause nehmen.

100 Ranggler zeigten nicht nur Kraft, auch Geschicklichkeit und Mut: „Wir hatten allein in den Schülerklassen 52 Starter“, freut sich Ranggler-Obmann Hans Bernsteiner und bedankt sich für die Arbeit in den Ranggler-Gemeinden. Sogar ein Exot kam auf den Ranggler-Olymp: May Freyne aus Schottland. „Dort gibt es Keltisch Ringen, eine Urform des Ranggelns“, erzählt Bernsteiner, dass der Salzburger Verband schon in den hohen Norden reiste.

Ein besonderes Jubiläum feierte Pfarrer Klaus Laireiter aus Großarl: Es las schon in aller Früh die Messe. Den Hogmoar erkämpfte er sich selbst einmal - 1978 war er nicht zu schlagen

Wetterkapriolen haben Urgesteine wie er am Hundstoa schon viele erlebt: Schnee, sogar Hagel wie im Vorjahr. Nur die Hitze ist so hoch oben nicht gar so drückend. Naturburschen wie die Ranggler halten das alles aus. Ihre robuste Kleidung unterstützt sie dabei. „Ein sehr widerstandsfähiges Bauernleinen“, erzählt Bernsteiner über den weißen Ranggler-Stoff.

Neben Höllwart (er nahm dem bisher einzigen Fünffach-Sieger Gotthard Rupitsch den Rekord) jubelten:

Bis 8 Jahre: Gabriel Mariner (Matrei), bis 10 Jahre: Andy Egger (Ahrntal), bis 12: Simon Lang (Matrei), bis 14: Stefan Gastl (Brixental), bis 16: Helmut Salzmann (Saalbach), bis 18: Philip Holzer (Matrei); Klasse IV: Daniel Höller (Piesendorf), III: Matthias Wimberger (Rauris), II: Hansjörg Voithofer (Bramberg), I: Christoph Mayer (Taxenbach).

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann

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