Oberösterreich-Aktion

FP löst mit Einladung an Salvini Polit-Theater aus

Oberösterreich
30.07.2018 10:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Italiens Starpopulist, Innenminister Matteo Salvini hat sich von Mallorca eine Abfuhr geholt: Der Rechtsaußen sei im spanischen Ferienparadies unerwünscht, so der Inselrat. Eine Einladung an Salvini folgt nun von der oberösterreichischen FPÖ - nach Wels. SPÖ und Grünen kritisieren die Aktion scharf.

„Ich würde mich freuen, wenn Innenminister Salvini meine oberösterreichische Heimat besucht“, so der blaue Landes-Vize Manfred Haimbuchner. Auch Andreas Rabl, Bürgermeister der FPÖ-Hochburg Wels, würde den Lega-Politiker gern begrüßen: „Ob beim Welser Volksfest oder als Radfahrer, die Einladung steht.“ Die Sympathie begründet Rabl wie folgt: „Salvini hat einen Nachdenkprozess in der Einwanderungspolitik bewirkt und mitgeholfen, einen ungeregelten Zuzug nach Europa zu verhindern!“

Unterstützung von Vizekanzler Strache 
 FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache - er urlaubt gerade auf Ibiza - kann dem roten Teppich für den Hardliner viel abgewinnen: „Salvini ist in Österreich immer herzlich willkommen.“ Österreich statt Mallorca sei eine großartige Alternative. Und: Demokratisch legitimierte Politiker sollten grundsätzlich willkommen sein.

SPÖ sieht in Aktion Ablenkungsmanöver
 Heftig fällt die Kritik von Oberösterreichs SPÖ-Landeschefin Birgit Gerstorfer aus: „Haimbuchner und Rabl nehmen sich ziemlich  wichtig. Es ist ein Versuch, von der steigenden Kritik an der schlechten freiheitlichen Performance in der Bundesregierung abzulenken!“

Kritik der Grünen
 Für Grünen-Landesrat Rudi Anschober ist die Einladung ein Armutszeugnis für die Freiheitlichen: „Es ist eine Schande, wie unser Land positioniert und international beschädigt wird.“

ÖVP übt sich in Zurückhaltung
 ÖVP-Landesmanager Wolfgang Hattmannsdorfer hält sich mit kritischen Worten am Partner in der Landes- und Bundesregierung zurück: „Wichtiger als die Urlaubspläne von Salvini ist eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Europa.“"

Doris Vettermann, Mario Zeko/Kronen Zeitung

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