25.07.2018 12:31 |

Blackout drohte

Russische Hacker hatten Zugriff auf US-Energienetz

Russischen Hackern soll es laut einem Medienbericht gelungen sein, sich Zugang zu den Kontrollräumen von mehreren amerikanischen Stromversorgen zu verschaffen. Experten zufolge bestand ernste Gefahr.

Die Hacker seien zunächst in die Netzwerke von Drittfirmen eingedrungen und hätten sich auf diesem Weg Zugang zu den Systemen der Versorger verschafft, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf das Heimatschutzministerium.

Hacker gefährden Stromflüsse
„Sie sind zu dem Punkt gekommen, an dem sie die Schalter umgelegt“ und Stromflüsse hätten unterbrechen können, zitierte die Zeitung Jonathan Homer, der im Ministerium für industrielle Kontrollsysteme zuständig ist.

Die Hacker arbeiten dem Bericht zufolge für eine staatlich finanzierte russische Gruppe, die in IT-Sicherheitskreisen unter den Namen „Dragonfly“ und „Energetic Bear“ bekannt ist. Das Heimatschutzministerium sprach von „hunderten Opfern“, nannte aber keine Namen.

Phishing-Mails verschafften Zugang
Die Hacker hätten Phishing-E-Mails verschickt, um sich Zugang zu Drittfirmen mit weniger gut gesicherten Netzwerken zu verschaffen, hieß es in dem Bericht. Sobald sie einmal in diesen Netzen gewesen seien, hätten sie sich auf ihr eigentliches Ziel konzentriert, die Stromversorger. In vielen Fällen sei es relativ einfach gewesen, Anmeldeinformationen von Anbietern zu stehlen und so direkten Zugriff auf Versorgungsnetze zu bekommen.

Der nationale Geheimdienstkoordinator der USA, Dan Coats, sprach erst vor wenigen Tagen davon, dass er die Gefahr von Hackerangriffen auf die amerikanische Infrastruktur keineswegs gebannt sieht. Russland, China, der Iran und Nordkorea seien dabei die „schlimmsten Übeltäter“, wobei Moskau am aggressivsten vorgehe, erklärte er.

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