Sa, 22. September 2018

Tragödie in Kanada

07.07.2018 11:58

Wasserfall reißt junges Influencer-Trio in den Tod

Sie lebten den Traum vieler junger Menschen und verdienten ihr Geld als Reise-Blogger mit YouTube-Videos. Jetzt sind Ryker Gamble, Alexey Lyakh und Megan Scraper tot. Verunglückt beim Versuch, ihrer Online-Gefolgschaft spektakuläre Bilder vom Baden am Rande eines 335-Meter-Wasserfalls in der kanadischen Provinz British Columbia zu liefern, der sie schließlich in den Tod riss.

Wie die britische TV-Anstalt BBC berichtet, soll Scaper am Rande der Shannon Falls in British Columbia ausgerutscht sein, als das Trio in einem natürlichen Pool am Rande des Wasserfalls gebadet hat. Die beiden Männer versuchten, sie zu retten, wurden aber mit in die Tiefe gerissen. Das Trio stürzte vor den Augen einiger Freunde 30 Meter tief ab.

Bergung der Leichen dauerte den ganzen Tag
Die drei Influencer hatten ihr Leben noch vor sich, waren alle zwischen 20 und 30 Jahre alt. Doch das Spiel mit dem Risiko kostete sie das Leben. Als die Canadian Mounted Police am Unglücksort ankam, konnte sie die Internetstars nur noch tot bergen. Wegen des schwierigen Geländes dauerte die Aktion einen ganzen Tag.

YouTube-Kollegen nehmen mit Video Abschied
In einem Video haben sich die restlichen Mitglieder des „High on Life“-Videokollektivs an die Öffentlichkeit gewandt und den Tod ihrer drei Freunde mitgeteilt. Auch eine Kondolenz-Website auf gofundme.com wurde ins Leben gerufen, auf der man nun Geld sammelt, um die Hinterbliebenen und wohltätige Projekte zu unterstützen.

Freunde machten ihr Hobby zum Beruf
Gamble, Lyakh und ein Freund hatten das „High on Life“-Kollektiv 2012 nach einer gemeinsamen Weltreise gegründet. Das Ziel der jungen Kanadier: die Welt sehen, auf Instagram und YouTube darüber berichten, und ihr Hobby zum Beruf machen. Es funktionierte: Zuletzt hatte das Kollektiv mehr als eine Million Fans auf Instagram und eine halbe Million YouTube-Abonnenten.

YouTuber hatten Nationalpark-Betretungsverbot in USA
Immer wieder sorgten die „High on Life“-Influencer bei ihrer Arbeit mit gewagten Aktionen für Wirbel. So hatten Gamble und Lyakh sowie ein weiteres Mitglied ihres Kollektivs vergangenes Jahr im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark unerlaubterweise in einer heißen Quelle gebadet und sich damit ein fünfjähriges Betretungsverbot eingehandelt.

„Sich diesen Pools zu nähern, ist sehr riskant“
Die letzte Aktion der YouTube-Stars an den Shannon Falls wurde von Experten als äußerst riskant eingestuft. „Gebiete wie die Shannon Falls enthalten sehr glatten Granit, es ist dort sehr schlüpfrig mit dem Sprühregen, den Flechten und all diesen Dingen, die sich um diese Pools bilden. Sich diesen Pools zu nähern, ist sehr riskant“, sagt Bergretter John Wilcox. „Hoffentlich lernen wir alle aus diesen äußerst unglücklichen Umständen.“

 krone.at
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