Amoklauf in Ungarn

Student feuerte in Aula um sich - ein Toter, drei Verletzte

Ausland
27.11.2009 09:24
Bei einem Amoklauf auf der Universität im ungarischen Pecs ist am Donnerstag ein Pharmakologie-Student erschossen worden. Drei Menschen wurden schwer verletzt, ein 19-Jähriger schwebt noch in Lebensgefahr. Das Motiv des 23-jährigen Täters, der in der Aula des Instituts für Biophysik das Feuer eröffnete, liegt noch völlig im Dunkeln.

Die Wahnsinntat ereignete sich Donnerstagmittag. Bei dem Toten handelt es sich um einen 19-jährigen Studenten. Ein 36-jähriger Laborangestellter und eine 54-jährige Putzfrau wurden schwer verletzt, sind mittlerweile aber nicht mehr in Lebensgefahr. Die Ärzte kämpfen noch um das Leben eines 19-Jährigen, dem in einer siebenstündigen Notoperation fünf Kugeln aus dem Körper entfernt wurden.

Täter stellte sich der Polizei
Nach dem Amoklauf war der junge Mann in eine nahe gelegene Klinik gerannt. Vor dort aus telefonierte er mit der Polizei und sagte, dass er sich stellen würde - 20 Minuten später wurde er dann festgenommen.

Studienkollege: "Introvertiert und Alkoholprobleme"
Ein Studienkollege des Amokläufers sagte am Donnerstagabend, dass der 23-Jährige introvertiert gewesen sei und Alkoholprobleme gehabt habe. Nach Angaben von Universitätsdekan Robert Gabriel hatte der Täter eine Waffenbesitzkarte für die Tatwaffe, eine 9mm-Pistole. Justizminister Tibor Draskovics kündigte in einer ersten Reaktion an, eine Verschärfung des Waffengesetzes prüfen zu wollen.

In einer improvisierten Pressekonferenz am Tatort sagte Draskovics, dass die Tat wohl keinen terroristischen Hintergrund gehabt habe. Der 23-jährige dürfte aus "persönlichen Gründen" gehandelt haben. Ministerpräsident Gordon Bajnai versprach, alles tun zu wollen, um solche Tragödien in Hinkunft zu vermeiden. Zugleich betonte er, dass niemand mit einer solchen Tat habe rechnen können.

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