2003 war der Kurde wegen dem Mord an einem Pensionisten zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Das Opfer war damals mit 80 Messerstichen brutal hingerichtet worden. Dann der Knalleffekt: Nach sechs Jahren im Gefängnis packte der 30-Jährige aus und belastete einen Grazer AHS-Lehrer. Der 55-Jährige soll dem Verurteilten 50.000 Euro Schweigegeld gezahlt haben, damit er die alleinige Schuld für den brutalen Mord auf sich nimmt.
Ermittlungen gegen Verantwortliche der Justizanstalt
Erst vor knapp drei Wochen schnitt sich der Kurde die Pulsadern auf. Damals reichte eine ambulante Behandlung. Diesmal hängte er sich in der Dusche seiner Zelle mit einem Handtuch auf. Das Ganze geschah am vergangenen Freitag, bestätigte der Sprecher der Grazer Staatsanwaltschaft Hansjörg Bacher. Der 30-Jährige wurde 20 Minuten reanimiert und in kritischem Zustand ins LKH Graz eingeliefert. Dort erlag er am Donnerstag seinen Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte Ermittlungen des Landeskriminalamts gegen die Verantwortlichen der Justizanstalt.
Schon am Montag wurde der verdächtige Lehrer abermals einvernommen, der allerdings weiterhin beteuert, nichts mit dem Mord zu tun zu haben. Auch von dem neuerlichen Selbstmordversuch seines vermeintlichen Komplizen zeigte er sich gänzlich unbeeindruckt.
von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at








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