Mo, 10. Dezember 2018

Nationalpark

14.07.2018 00:49

Ein Berg als Geschenk

Vor 100 Jahren vermachte der Villacher Albert Wirth dem Alpenverein den Großglockner samt seiner Pasterze.

Mit Weitblick gelang es dem Villacher Holzindustriellen Albert Wirth 1918, den Grundstein für den Nationalpark Hohe Tauern zu legen. Der vermögende Villacher hatte bei einer Reise in die USA, wo er neue Betonbau-Techniken studieren wollte, auch den Yellowstone-Nationalpark kennen gelernt und die Idee, wertvolle Landschaften unter Schutz zu stellen, nach Österreich gebracht. „Denn besonders entsetzt hatte Wirth der Verkehr in Chicago und New York, an dem damals schon viele zugrunde gingen“, erinnert Nationalpark-Direktor Peter Rupitsch. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Wirth durch das Auflösen von Holzlagern viel Bargeld gemacht und wollte dieses vor der absehbaren Geldentwertung gut anlegen.

Rupitsch: „Wirth kaufte um 10.000 Kronen von seinen Geschwistern den Großglockner samt der Pasterze ab und schenkte diesen dem Alpenverein. Er knüpfte daran seinen Wunsch, dass das Großglocknergebiet als Naturschutzpark der Zukunft erhalten bleibe.“ Der ersten Schritt in Richtung Nationalpark Hohe Tauern war damit gesetzt. Es dauerte allerdings noch mehrere Jahrzehnte, bis sich Kärnten, Salzburg und Tirol zur Schaffung eines gemeinsamen Schutzgebietes entschlossen. Erst 1971 war mit der Heiligenbluter Erklärung der Weg frei für die Etablierung des größten Schutzgebietes der Alpen.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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