Durch die neuen Lichtkörper werde ein historisches Straßenleuchtenensemble in Form hundert Jahre alter Laternensockel mit Jugendstilmotiven (Bild) zerstört, kritisierte Peter Weinhäupl, kaufmännischer Direktor des Museums.
Bis zum Mai 2010 soll das Standareal im Bezirk Mariahilf für rund 800.000 Euro ein einheitliches Lampendesign erhalten, weshalb die zu beiden Seiten stehenden alten Kandelaber weichen müssen. Mit der Montage der neuen Modelle, die an grauen Masten befestigt werden und deren flache, geschlossene Unterseite in halbkugelartigen Aufsätzen eingefasst sind, wurde bereits begonnen.
"Wien glaubt oftmals mit schlechten Lösungen 'modern' zu sein und zerstört dabei die letzten städtebaulichen Ensembles, wie das Gebiet um den Naschmarkt", so Weinhäupls Diagnose. In anderen europäischen Großstädte würden zur Erhaltung des Charakters historischer Laternenensembles in sensiblen Zonen Abgüsse hergestellt.
"Autobahn-Ambiente statt Weltstadt-Flair"
In der Bundeshauptstadt sei nicht einmal im Bereich des Otto-Wagner-Ensembles an der Wienzeile sensibel verfahren worden: "Hier wurden nun überdimensionale Masten in den Boden gerammt", klagte der kaufmännische Direktor. "Wir wollen weder Denkmalschutzaktivisten noch Verhinderer der Moderne sein", versicherte Weinhäupl. Man sei lediglich gegen schlechte und nicht umgebungsgerechte Lösungen.












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