DNA-Datengewinnung
Britische Polizei nimmt regelmäßig Unschuldige fest
Derzeit seien darin die DNA-Profile von rund 5,9 Millionen Menschen zu finden, was einem Anstieg um 40 Prozent binnen zwei Jahren entspreche, erklärte die Kommission. Es handelt sich um die größte derartige Datenbank der Welt.
Junge Schwarze "sehr stark überrepräsentiert"
Einige ethnische Gruppen sind der Kommission zufolge in der Datenbank unverhältnismäßig stark vertreten - und die jungen Schwarzen sogar "sehr stark überrepräsentiert". Wie die Experten weiter mitteilten, enthält die 1995 gegründete Datenbank die genetischen Merkmale von etwa einer Million Menschen, die sich nichts zu Schulden kommen haben lassen.
Willkürliche Festnahmen mittlerweile die Norm
Der Kommission liege ein Schreiben eines ehemaligen Polizeikommissars vor, wonach die Festnahme von Menschen nur zur Gewinnung von DNA-Proben mittlerweile die Norm sei. Dabei gehe die Polizei davon aus, dass die Festgenommenen früher oder später Verbrechen begehen könnten.
Nach aktuellen Gesetzesplänen sollen die genetischen Profile festgenommener, aber nicht verurteilter Menschen für sechs Jahre gespeichert werden können. Nach derzeit gültigem Gesetz werden alle Daten auf unbegrenzte Zeit gespeichert.
Umstrittene Gentests an Asylwerbern aus Afrika
Erst vor drei Wochen hatte ein Pilotprojekt in Großbritannien Empörung ausgelöst: Asylwerber aus Afrika werden Gentests unterzogen, um Schwindler herauszufiltern, die ein falsches Herkunftsland angeben (siehe Infobox).
Symbolbild



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