Die nackten Zahlen sind brutal: 100.000 € soll der Preissprung in den Seniorenheimen bringen, der Donnerstag beschlossen wurde – nur die FPÖ stimmte dagegen, "weil wir die Preiserhöhungen ablehnen und für ungerecht finden", sagen die FP-Mandatare.
Tariferhöhung trifft fast 900 Senioren in städtischen Heimen
Für sie werden Grund- und Pflegetarif um jeweils 2 Prozent hinauf gesetzt. Der Preis-Index stieg heuer zwar nur um 0,3% – zusätzlich wird aber ein "Zuschlag" von 1,7 % eingehoben. "Da orientieren wir uns an den Höchstgrenzen, die das Land für Sozialfälle bezahlt", erklärt Stadt-Vize Martin Panosch. So kommt zusätzliches Geld in die leeren Kassen.
500 Selbstzahler von Preiserhöhung betroffen
Das bedeutet: Weil das Land eine größere Preissteigerung bei allen Sozialfällen in den Heimen erlaubt, wird der Tarif für sämtliche Senioren erhöht, um vom Land möglichst viel zu kassieren. Fast die Hälfte der Heimbewohner kassiert Sozialhilfe – sie werden die Preiserhöhung direkt nicht spüren. Die fast 500 Selbstzahler aber sehr wohl.
Beispiel:
Für eine Garconniere im Seniorenheim in Taxham steigt der Tages-Tarif ab 2010 um 60 Cent – also 18 Euro im Monat, die Pflegetarife erhöhen sich um 20 bis 40 Cent pro Tag. Panosch: "Trotz dieser Erhöhung sind wir noch immer weitaus billiger als die privaten Heime und fast alle Seniorenheime in anderen Gemeinden."
von R. Redtenbacher, Krone









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