Do, 16. August 2018

Treffen mit Netanyahu

10.06.2018 08:29

Kanzler Kurz tritt dreitägigen Besuch in Israel an

Bundeskanzler Sebastian Kurz tritt heute seinen dreitägigen Besuch in Israel an, um die bilateralen Beziehung, die wegen des israelischen Boykotts der FPÖ-Minister in der Bundesregierung in Mitleidenschaft gezogen wurden, zu intensivieren. Kurz wird mit Premier Benjamin Netanyahu und danach mit Präsident Reuven Rivlin zusammentreffen. Begleitet wird Kurz von Bildungsminister Heinz Faßmann, der vor allem in den Bereichen Jugendaustausch, Bildung und Wissenschaft Kontakte knüpfen soll.

Zuletzt war Kurz 2016 in Israel gewesen, damals noch als Außenminister. Vor zwei Jahren hob er die „exzellenten bilateralen Beziehungen“ hervor. Durch den Regierungseintritt der FPÖ sind diese aber einer Belastungsprobe ausgesetzt. Israel hat zwar auf eine Abberufung seiner Botschafterin verzichtet, verkündete aber, keinen Kontakt zu FPÖ-Ministern zu haben. Mit denen gebe es „nur berufliche Kontakte“ auf Beamtenebene, sagte Lador-Fresher, die Kurz vor seiner Reise einen Schnellkurs in Hebräisch gab (siehe Video oben). Vom Boykott betroffen ist auch die von der FPÖ nominierte parteifreie Außenministerin Karin Kneissl.

Die Reise nach Israel, wo viel von Kurz erwartet wird, steht aber auch im Zeichen des Gedenkjahrs 1938/2018 und der Betonung der historischen Verantwortung Österreichs. „Österreich ist der Sicherheit Israels und seiner Bürger verpflichtet“, so Kurz. Ein Treffen mit Holocaust-Überlebenden ist geplant. Die österreichische Politik werde diesbezüglich genau beobachtet, sagte Martin Weiss, der österreichische Botschafter in Tel Aviv.

Rede vor dem American Jewish Committee
In Jerusalem will Kurz auch vor dem Weltforum des American Jewish Committee (AJC) sprechen. Kurz holt damit einen Auftritt nach, den er im Vorjahr wegen einer Reise als OSZE-Vorsitzender kurzfristig hatte absagen müssen. Auf dem Programm stehen außerdem ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und des Theodor-Herzl-Museums zu Ehren des Begründers des politischen Zionismus. Am Grab des ehemaligen Präsidenten Shimon Peres wird zudem ein Kranz niedergelegt. Auch die Besichtigung der Max Rayne Hand in Hand School der Jerusalem Foundation ist geplant. Ein Besuch in den palästinensischen Gebieten ist nicht vorgesehen.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Schon in Topform?
Ronaldo glänzt: Nächstes Blitztor für Juventus
Fußball International
Der neue Vienna-Coach
Stratege Peter Hlinka - mit Schachzügen zum Titel
Fußball National
Mit Haidara-Aussagen
Ex-Boss Rangnick stört Jubel von Red Bull Salzburg
Fußball National
Mama und Femme fatale
Sex-Ikone Madonna weiß auch mit 60 zu schockieren
Stars & Society
„Angehörige entlasten“
Pflege-Studie: Wo der Schuh besonders drückt
Österreich
Djuricin unter Druck
Rapid: Im Pulverfass gibt es keine Job-Garantie
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.