Mo, 25. Juni 2018

Wehren im Dauerstress

09.06.2018 15:49

Subtropisches Klima: Kein Ende der Unwettergefahr!

Seit Wochen halten schwere Unwetter Feuerwehren und freiwillige Helfer in Kärnten auf Trab. Der Schaden ist mittlerweile enorm. Und ein Ende dieser ungewöhnlichen Serie ist nicht abzusehen. Experten rechnen damit, dass das feuchtwarme, niederschlagsreiche Wetter noch länger über unserer Region hängen bleiben könnte.

In den vergangenen sechs Wochen bietet sich über Kärnten praktisch das gleiche Bild: Tagsüber knallt die Sonne vom meist blauen Himmel - und das bei Temperaturen knapp unter 30 Grad. Am Nachmittag bauen sich dann gewaltige Wolkentürme auf - und wenig später kracht’s.

Verantwortlich für dieses Phänomen machen Meteorologen eine sogenannte gradienzschwache Wetterlage. Nikolas Zimmermann von Ubimet erklärt: „Das heißt, es gibt wenig Höhenwind und allgemein wenig Strömung. Die sehr feuchte Luft bleibt hängen und sorgt für fast subtropisches Klima.“ Durch die kräftige Sonneneinstrahlung komme es zu einer raschen Verdunstung. Die feuchte Luft steige auf, und innerhalb weniger Stunden entstünden mächtige Quellwolken, die sich tagtäglich ausregnen müssen.

Täglicher Kreislauf
„Es ist ein täglicher Kreislauf. Und weil es keine Kaltfronten oder Föhn gibt, die die Luft wieder ausräumen würden, bleibt die Gewittergefahr wohl für den ganzen Sommer aufrecht“, befürchtet Zimmermann. Denn im Sommer und Spätsommer lasse der Höhenwind für gewöhnlich ohnehin nach, und das seien keine vielversprechenden Aussichten. Mittlerweile habe sich nämlich ganz Europa stark erwärmt.

„Normalerweise ist der Mai noch recht dynamisch, was diese Kaltfronten anbelangt, aber heuer sind sie halt ausgeblieben.“

Auch für die kommende Woche kündigt sich nach Ansicht des Experten nur eine leichte Änderung an. „Vielleicht gibt es etwas mehr Strömung in der Höhe, aber es bleibt trotzdem gewitterträchtig. Besonders im Bergland“, meint Zimmermann.

Claudia Fischer
Claudia Fischer

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