Serientäter am Werk?

Kriegerdenkmal in Inzersdorf von Vandalen verwüstet

Wien
19.11.2009 16:30
Mit rosa Farbe beschmiert, die Inschriften mit den Namen der Verstorbenen unleserlich gemacht – ein Denkmal für Gefallene der beiden Weltkriege in Inzersdorf hat dieser Tage eine wüste Schändung über sich ergehen lassen müssen. Die Verwüstungen erinnern an jene, die in Jedlersdorf vor ein paar Wochen die Gemüter erregten.

"Diese beiden Aktionen stehen miteinander in Zusammenhang", so Roman Schmid, FPÖ-Bezirksrat in Liesing – und weitere könnten folgen. Beide Male wurde mit rosa Farbe hantiert, die sich tief in den rauen Stein der Tafeln frisst und die Inschriften unleserlich macht. Bei einer Sanierung müsste man diese Tafeln abschleifen – von den Namen der Soldaten wäre dann nichts übrig.

"Eine Wiederherstellung des Denkmals und der Inschriften würde viel Geld kosten. Geld, das uns dann für andere Projekte fehlt", so Schmid weiter. Trotzdem wird die FPÖ-Liesing die Sanierung bei der nächsten Sitzung des Bezirksparlaments beantragen.

"Das wirklich Schäbige an dieser Schmieraktion ist jedoch nicht die Sachbeschädigung, sondern, dass hier die Namen von Männern ausgelöscht wurden, die lieber bei ihren Familien geblieben wären, als irgendwo in der Ferne ums Leben zu kommen", so Schmid.

von Nadja Vladar, Kronen Zeitung
Symbolbild

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