Mi, 15. August 2018

Heikler Trend

07.06.2018 15:46

Teenies unterschätzen Gefahr durch Sex-Nachrichten

„Sexting“, also der Versand expliziter Bilder und Videos an (Flirt-)Partner, ist im Smartphone-Zeitalter ein Massenphänomen und vor allem bei jungen Menschen populär. Viele von ihnen unterschätzen allerdings die Risiken, die mit diesem für Manche möglicherweise prickelnden Hobby einhergehen. Zu dieser Erkenntnis kommen Forscher aus den USA in einer neuen Studie.

Die Studie der Forscher der Universitäten New Hampshire und Boston, die in der Septemberausgabe des „Journal Computers in Human Behavior“ veröffentlicht wird, untersucht das Risikobewusstsein junger Sexting-Nutzer. Die Ergebnisse wurden vorab auf der Website ScienceDirect.com veröffentlicht.

Ältere denken weniger an negative Konsequenzen
Zentrale Erkenntnisse der Studie: Jüngere Teenager betrachten Sexting zwar durchaus als problematisch und bisweilen sogar als Verbrechen, bei älteren Teenagern geht dieses Bewusstsein allerdings offenbar wieder verloren. Sie denken tendenziell weniger an die potenziell negativen Konsequenzen als Jüngere.

Ebenfalls interessant: Das Risikobewusstsein ist bei Mädchen offenbar deutlich ausgeprägter als bei Burschen. Während Mädchen in der Studie häufig angaben, dass Sexting-Jugendsünden sich später etwa bei der Jobsuche oder in der Familie zum Problem auswachsen könnten, gingen Burschen unbedarfter an das Thema heran.

Jüngere Teenies melden Vorfälle eher
Wenn es um das Melden von Sexting-Vorfällen geht, zeigte sich in der Studie bei jüngeren Teenies eine größere Bereitschaft, sich an Erwachsene zu wenden als bei den von der Thematik tendenziell eher betroffenen älteren Jugendlichen.

Unterschiede gab es auch nach ethnischer Herkunft: Kinder schwarzer Eltern glaubten überdurchschnittlich oft, Sexting bringe sie in Konflikt mit der Polizei und Kinder aus Hispanic-Haushalten gaben signifikant öfter an, Sexting könne die Beziehung zu Familienmitgliedern zerstören.

1600 Jugendliche zwischen 10 und 17 befragt
Für die Studie haben die Forscher insgesamt rund 1600 US-Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren sowie ihre Eltern in telefonischen Interviews zu ihrer Einstellung zum Thema Sexting befragt. Wie österreichische Teenager ihre Smartphones - auch zum Sexting - nutzen, können Sie hier nachlesen.

Tipp: Auf saferinternet.at gibt‘s häufig gestellte Fragen zu dem Thema und die Möglichkeit, sich kostenlos mit Ratgebern und Broschüren einzudecken.

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