Mi, 12. Dezember 2018

Montags-Gewitter

04.06.2018 21:00

Muren, Fluten, Hagel: Nichts Neues vom Wetter

Millionenschäden sind nach einem verrückten Mai schon angerichtet - und die Unwetter nehmen kein Ende. Auch der Montag begann sonnig und verlief dann nach dem altbekannten Schema: Zu Mittag bildeten sich im Raum Mariazell und Mürzzuschlag sowie über dem Joglland starke Gewitter, die dann über das Bergland nach Süden zogen. In St. Lorenzen musste Katastrophenalarm ausgerufen werden.

In die Gewitterlinie waren laut der Seite „Aktuelle Wetterwarnungen für Österreich“ (AWÖ) so genannte Superzellen eingelagert, in denen sich großer Hagel gebildet hatte. Dieser erwischte etwa das Schöckl-Gebiet rund um Plenzengreith, wo bis zu fünf Zentimeter große Schloßen fielen.

Nördlich von Graz waren etwa Deutschfeistritz, Semriach, Peggau und Frohnleiten von Überschwemmungen und fünf Zentimeter großem Hagel betroffen; zahlreiche Bäume stürzten um. Auch in Graz hagelte es, nachdem bereits am Nachmittag die höchste Warnstufe ausgegeben worden war.

In Graz hielt der Hochwasserschutz
Immerhin: Wie Feuerwehr-Sprecher Thomas Schmallegger berichten konnte, blieb die Hauptstadt von größeren Überflutungen verschont: „Wir mussten kein einziges Mal wetterbedingt ausrücken“, so die gute Nachricht am Abend. Weiter südlich aus Premstätten meldete „AWÖ“ dagegen Hagel in Golfballgröße; die Feuerwehr musste auch hier umgestürzte Bäume entfernen. Promi-Veranstalter Klaus Leutgeb postete etwa auf Facebook ein Video mit dem Kommentar: „Weltuntergang am Schwarzlsee , Hagelkörner wie Golfbälle - da heißt es Deckung - aber richtig!“

Während im Bezirk Weiz die großen Wassermassen vom vergangenen Wochenende diesmal ausblieben, hatte der Bezirk Hartberg weniger Glück. Diesmal betroffen: Schäffern, St. Lorenzen am Wechsel und Mönichwald, wo teilweise Bäche über die Ufer traten und Straßen sowie Keller überfluteten.

Katastrophenalarm in St. Lorenzen am Wechsel
Für St. Lorenzen gab Vize-Landeshauptmann und Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer sogar Katastrophenalarm. „Zahlreiche Hänge sind abgerutscht“, berichtete ein Feuerwehrmann von der Lage in der Region.

Mehrere Gehöfte wurden durch Hangrutschungen beschädigt, Autos wurden von den Wasser- und Schlammmassen mitgerissen, so die Meldung. „Es hat auch Muren gegeben, die Straßen verlegt haben. Auf der A2 bei Schäffern ist ein Sturzbach über die A 2 geschossen, was zu Behinderungen geführt hat.“

„Land unter“ im Südosten
Viele der unzähligen Blitze, die das Radar aufzeichnete, schlugen in der Südoststeiermark ein. Aus Gnas und Bad Gleichenberg wurden Überschwemmungen, Abschwemmungen und überflutete Keller gemeldet, in Mettersdorf am Saßbach wurde die Gemeindestraße vermurt.

Bereits zum zweiten Mal nach Samstag wurde in Ebersdorf (Gemeinde Gnas) ein Firmengelände völlig vermurt. In Zehensdorf benötigte die Feuerwehr Sandsäcke zum Schutz von Häusern und Straßen. Am frühen Abend bewegte sich die Front in den Raum Leibnitz.

200 Prozent mehr Einsätze als 2017
Das auch durch den Klimawandel bedingte Wetter macht den Feuerwehren jedenfalls massiv zu schaffen, wie Sprecher Thomas Meier mit bedenklich stimmenden Zahlen belegt: „Wir hatten heuer bisher 1500 Unwettereinsätze. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es gerade einmal 500. Und die eigentliche Gewittersaison hat noch nicht einmal angefangen.“

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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