Do, 13. Dezember 2018

Mordprozess nach Brand

04.06.2018 12:36

Hacker vor Gericht: Pfuscher starb im Geheimbunker

Mordanklage gegen einen erfolgreichen US-Hacker: Daniel Beckwitt, bekannt als Redner auf IT-Konferenzen wie der DefCon, muss vor Gericht, weil ein Schwarzarbeiter bei einem Feuer in seinem Haus zu Tode kam. Offenbar hatte der Pfuscher einen geheimen Bunker ausgehoben, in dem sich der Auftraggeber im Falle eines Atomkriegs mit Nordkorea verschanzen wollte. Aufgrund fehlender Sicherheitsvorkehrungen geriet die Baustelle zur Todesfalle.

Der Zwischenfall ereignete sich bereits im vergangenen Herbst. Der 21-jährige Askia Khafra war von Beckwitt für die Bauarbeiten angeheuert und in sein Haus unweit der US-Hauptstadt Washington D.C. gebracht worden. Dort sollte er gut sieben Meter unter dem Keller - ohne Baugenehmigung oder eine Information an die lokalen Behörden - eine geheime Bunkeranlage ausheben.

Baustelle glich einer Todesfalle
Wie das IT-Portal „The Verge“ berichtet, handelte es sich bei der Baustelle um eine Todesfalle. Die Gerätschaften, mit denen der junge Mann unter Beckwitts Haus hantierte, wurden über eine riskante Kette aus Verlängerungskabeln mit Strom versorgt, die laut Ermittlern wohl auch der Grund für den Brand war. Überall im Haus lagen die Nebenprodukte der Grabungsarbeiten: Müll und Schutt, die später Khafras Flucht aus dem brennenden Haus behindert haben sollen.

Als es zum Brand kam, entkam nur der Auftraggeber aus dem Haus. Der Pfuscher, der unten im Keller den Geheimbunker aushob, konnte nur noch tot geborgen werden, obwohl Beckwitt den Einsatzkräften sofort mitteilte, dass noch jemand im Haus war.

Bunkerbau „aus Angst vor internationalen Bedrohungen“
Die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen auf der Baustelle haben Beckwitt nun eine Mordanklage eingebracht. Auf die Frage nach dem Grund für die Grabungsarbeiten unter dem Anwesen erklärte Beckwitts Anwalt, das Ziel seines Klienten sei „der Bau eines sicheren Bunkers aus Sorge vor internationalen Bedrohungen, etwa durch Nordkorea“ gewesen.

Wie ernst es Beckwitt mit dem Bunkerbau gewesen sein und muss, zeigt ein bizarres Detail der Bauarbeiten: Beckwitt soll seinen Schwarzarbeiter stets mit einem Mietwagen abgeholt und ihm während der Fahrt zur Baustelle die Augen verbunden haben. Khafra wusste zum Zeitpunkt seines Todes also gar nicht, wo er eigentlich war.

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