"Das ist magisch"

Obama zeigt sich beeindruckt von der Chinesischen Mauer

Ausland
18.11.2009 12:08
Diesen touristischen Höhepunkt hat sich Barack Obama nicht entgehen lassen: Zum Abschluss seiner ersten China-Reise besuchte er am Mittwoch die Große Mauer. "Das ist magisch", schwärmte der sichtlich beeindruckte US-Präsident. "Es erinnert einen an den Lauf der Geschichte und daran, dass unsere Zeit hier auf Erden nicht so lange währt. Wir machen besser das Beste daraus."

Die historische Grenzbefestigung war bei Badaling für andere Besucher gesperrt, als der US-Präsident einige Hundert Meter auf der Mauer entlangspazierte. Badaling, 80 Kilometer nordwestlich von Peking gelegen, ist die Örtlichkeit des am meisten besuchten Abschnitts des Wahrzeichens.

Mehr Bilder von Obama auf der Großen Mauer findest du in der Infobox!

Die Chinesische Mauer, die das Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte, ist das größte Bauwerk der Welt. Sie erstreckt sich nach jüngsten Erkenntnissen auf einer Länge von mehr als 8.851 Kilometern vom Pazifischen Ozean bis nach Zentralasien.

"Strategische Partnerschaft vertiefen"
Vor seinem Spaziergang auf der Mauer hatte der US-Präsident erklärt, dass Washington und Peking ihre "strategische Partnerschaft" vertiefen wollen. Obama würdigte am letzten Tag seines dreitägigen China-Besuchs vor allem die "sehr produktiven Gespräche" mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und anderen chinesischen Spitzenpolitikern.

"Präsident Hu und ich stimmen überein, dass wir versuchen wollen, die strategische Partnerschaft und die Beziehungen zwischen den USA und China zu vertiefen", sagte Obama. Das bilaterale Verhältnis sei traditionell von wirtschaftlichen Beziehungen und Handel geprägt gewesen und "wird nun ausgeweitet, um mit einer ganzen Reihe internationaler Angelegenheiten umzugehen".

Obama traf am Mittwoch in Peking mit dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao zusammen. Bei den Gesprächen zum Abschluss seines China-Besuches ging es unter anderem um Handelsspannungen und Währungsfragen sowie den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit. Nach den Gesprächen zogen sich Obama und Wen noch gemeinsam zu einem Arbeitsessen zurück.

Chinesische Regierung zieht positive Bilanz
Die chinesische Regierung zog bereits eine positive Bilanz des ersten Besuches von Obama in China. Das wichtigste Ergebnis sei, dass das gegenseitige Vertrauen vertieft worden sei, sagte Vizeaußenminister He Yafei.

Am Vorabend hatte Hu in der Großen Halle des Volkes ein Staatsbankett zu Ehren von Obama und seiner Delegation gegeben, darunter auch Außenministerin Hillary Clinton und Handelsminister Gary Locke. Chinas Präsident nahm eine Einladung von Obama zum Besuch in den USA für nächstes Jahr an.

Südkorea als letzte Station der Asien-Reise
Nach seinem Besuch in China ist Obama am Mittwoch zum Abschluss seiner einwöchigen Asien-Reise in Südkorea eingetroffen. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak am Donnerstag stehen die gemeinsamen Bemühungen, Nordkorea zur Rückkehr zu den multilateralen Verhandlungen über sein Atomwaffenprogramm zu bewegen.

Weitere Schwerpunkte sind die südkoreanisch-US-amerikanische Sicherheitsallianz und die geplante Ratifizierung eines bilateralen Freihandelsabkommens. Obama wollte noch am selben Tag seinen Rückflug in die USA antreten.

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