Viele Tiroler Hoteliers kooperieren mit Hofer-Reisen (Eurotours) und schnüren extrem preiswerte Pakete: Ein ähnliches Offert gibt es derzeit auch in Wenns im Pitztal: Das 4-Sterne-Hotel Alpine inkludiert für 139 Euro ein Frühstücksbuffet, mittags einen Suppentopf, nachmittags eine Jause und abends ein 4-Gänge-Menü.
Betreiber Armin Falkner war einer der ersten, der in Tirol mit Hofer/Eurotours kooperierte: "Diese Buchungen sind eine perfekte Ergänzung und tragen etwa 20 Prozent zur Auslastung bei." Entscheidend sei laut Falkner, dass es einen gesunden Mix mit besser zahlenden Gästen gebe.
Mit der Preisfrage beschäftigten sich Experten beim hochkarätig besetzten Tourismusgipfel in Obergurgl. Tirol-Werbung-Chef Margreiter befürwortet die Dumpingpreise höchstens als Bettenfüller in schwachen Zeiten, glaubt aber generell: "Wer einen solchen Kurs länger fährt, überlebt nicht." Rudolf Tucek (mehrfach Hotelier des Jahres in Österreich): "Man darf Eurotours und Hofer nicht böse sein. Die Hotels müssen ihren Vertrieb wieder selbst in die Hand bekommen."
Feilschen an Rezeption
Dies ist oft mühsam, wie Hotelierin Angelika Falkner aus Sölden weiß: "Wir haben die Leute zu Schnäppchenjägern gemacht. Auch an der Rezeption ist das Feilschen längst normal."
Stanglwirt-Geschäftsführer Richard Hauser kann dank der Berühmtheit seines Hauses hart bleiben: "Feilscher ignorieren wir. Wir überraschen die Gäste lieber mit kleinen Extras."
von Andreas Moser, Tiroler Krone








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