Rund 800 Demonstranten haben am Nachmittag am Wiener Schwarzenbergplatz vor dem Sitz der Industriellenvereinigung mehr Geld für Bildung eingefordert. Das mangelnde Demokratieverständnis der Industrie und der Europäischen Union sei der Grund dafür, dass die Protestierenden "weltweit für ähnliche Anliegen eintreten", so ein Redner.
Bilder vom Aktionstag findest du in der Infobox!
Auf Transparenten forderten die Demonstranten unter anderem "Schluss mit Unterfinanzierung, Wettbewerbslogik und Elitenbildung". Psychologiestudentinnen wiesen auf einem Transparent darauf hin, dass sie sich nicht "Bakk.en" lassen, also keinen Bachelor-Abschluss wollen. Zur Illustration diente eine Figur in einer Backform, die den Mittelfinger zeigt. Studierende der Uni für Angewandte Kunst jagten mit Pappfiguren aus dem Computerspiel "Pacman" ECTS-Punkten hinterher, die zur Bewertung von Lehrveranstaltungen dienen.
"Krawatte" für "Freiheitsstatue"
Studierende der TU Graz haben der "Grazer Freiheitsstatue" neben dem Opernhaus eine "Bildungskrawatte" ungehängt. Die Besetzer der "Vorklinik"-Hörsäle der Uni machten am Nachmittag mit einer "ProfessorInnenversteigerung" am Eisernen Tor in der Innenstadt ironisch auf den "Bildungsausverkauf" aufmerksam.
Seit den frühen Morgenstunden hängt das 17 Meter lange Banner "Bildung" der "Grazer Freiheitsstatue" (das 40 Meter hohe Kunstwerk "Lichtschwert" von Hertmut Skerbisch neben dem Opernhaus) um den Hals und soll laut der Studierendengruppe "EsTUtsichwas" der TU Graz auf das Recht auf freie Bildung aufmerksam machen.
Die Gruppe hat von der Universitätsleitung einen Hörsaal zur Verfügung gestellt bekommen und will diesen noch längere Zeit als Arbeitsort für Arbeitsgruppenmeetings benützen: "Nachdem wir bemüht sind, sinnvolle und vor allem nachhaltige Forderungen an die Regierung zu stellen, bedarf es noch einiges an Arbeit und Zeit, diese konkret zu formulieren", so die Studierendengruppe.
Professoren versteigert
Eine "ProfessorInnenversteigerung" haben die Studierenden von "Unigrazgehoertuns" an der Uni Graz für den Nachmittag am Eisernen Tor in der Grazer Innenstadt angesetzt. In der Herrengasse waren "Halbpreisstudenten" unterwegs und machten die Passanten auf die prekäre Situation vieler Studierender aufmerksam.
Linzer paddeln um Studienplätze
Keinen festen Boden unter den Füßen, sondern kühles Nass hatten Dienstagnachmittag die Linzer Teilnehmer am "Internationalen Aktionstag" der Studenten: Bei frühlingshaften Temperaturen paddelten zehn Teams zu je zwei Personen symbolisch um einen Master-Studienplatz über den Teich der Johannes Kepler Universität.
Die Mannschaften drehten jeweils eine Runde. Die Paddler wurden von rund 40 Personen angefeuert. Mit der Aktion soll auf den schwierigen Zugang zu Master-Studien aufmerksam gemacht werden, so die Veranstalter.








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