Gegen Armutsspirale

Caritas startet ein neues Hilfsprojekt für die Ärmsten

Wien
16.11.2009 16:42
Immer mehr Menschen in Österreich können sich die grundlegendsten Dinge nicht mehr leisten. Viele stehen jetzt Monat für Monat vor der Entscheidung: heizen oder essen? Ein neues Hilfsprojekt der Caritas unterstützt die Ärmsten. Neben Lebensmitteln gibt es auch Beratung, um aus der Armutsspirale herauszukommen.

"Rund eine Million Menschen in Österreich leben an oder unter der Armutsgrenze", so Wiens Caritas-Direktor Michael Landau. Gemeinsam mit Kardinal Schönborn stellte er nun das neue Hilfsprojekt LEO vor: Bedürftige erhalten für den symbolischen Preis von einem Euro Lebensmittel und ein Beratungsangebot dazu. "Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, nicht um Almosen", so Landau.

31 Pfarren unterstützen die Aktion
Insgesamt 31 Wiener Pfarren beteiligen sich an diesem Projekt. Mit der Unterstützung der Sozialarbeiter soll den Betroffenen eine Perspektive für den Ausstieg aus der Armutsspirale angegeben werden. Noch werden viele weitere Lebensmittelspenden für LEO benötigt. Bei einem Aktionstag am kommenden Donnerstag sammelt die Caritas auf dem Stephansplatz. Michael Landau hofft auf großzügige Spender: "Der Bedarf ist wirklich enorm."

"Wir müssen bewusster aufeinander achten. Eine Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Das Projekt LEO macht Mut", so Landau.

von Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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