23.05.2018 06:00 |

Ernährungsdiskussion

Kann man Palmöl überhaupt vermeiden?

Nicht nur in Schokocreme, Pizza, Eis oder im Frühstückscroissant ist das umstrittene Palmöl enthalten, es findet sich  auch in Ihrem Badezimmer und Putzschrank als Seife, Zahnpasta, Reinigungsmittel. 42 Prozent der Gesamtnutzung fällt auf Biotreibstoffe. Reduzieren geht, ganz vermeiden ist kaum möglich.

„Mehr als 40 Prozent der Palmölmenge in Lebensmitteln werden bei uns in Form von Pizza, Backwaren, Knabbergebäck und anderen Fertigprodukten gegessen“, berichten Sabine Bisovsky und Eva Unterberger. Die beiden österreichischen Ernährungswissenschafterinnen haben sich mit dem brandheißen Thema auseinandergesetzt und Tipps zusammengestellt, wie sich das Problem zumindest auf dem Teller so gut wie möglich vermeiden lässt. Wie immer gibt es auch hierbei mehr als nur eine Seite: 

  • Steigen Sie generell auf die Fettbremse

  • Greifen Sie zu Biobutter (kein Soja aus Übersee), Bio-Margarine und Bioöl, auch bei heimischen Produkten

  • Selber kochen und backen, dabei gleich einmal 1/3 Fett weglassen
  • Strudel- und Germteig enthalten nur einen Bruchteil von Fett im Vergleich zu Croissants, Blätterteig und Co
  • Selbstgemachte Marmeladen statt Schokocreme und übersüßter Brotaufstrich
  • Regional und saisonal einkaufen, wenig Fertiggericht
  • Beim Einkauf Zutatenliste auf der Verpackung checken
  • Achtung: in Knuspermüsli steckt viel Palmöl! Besser man stellt es selber her
  • So viele Wege wie möglich ohne Auto zurücklegen, Wasch- und Reinigungsmittelmenge halbieren (die Produktangaben sind meist viel zu hoch) oder auf Omas Hausmittel zurückgreifen
  • Horten Sie nicht unnötig Kosmetika und Cremes, die Sie nicht verwenden und dann wegwerfen müssen

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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