Es kam praktisch aus dem Nichts. Für einen 60-Jährigen aus dem oberösterreichischen Enns waren plötzlich keine Arztbesuche mehr möglich und auch Medikamente bekam der Mann nicht mehr. Schuld war ein „altes“ Foto. Und das sind die Hintergründe, die so machen überraschen werden.
„Sie sind gesperrt, wir können Sie nicht behandeln“, dieser Satz traf Harald Breit (60) aus Enns wie der Blitz. Beim letzten Arztbesuch Ende Februar wurde seine E-Card nicht angenommen, und das aus heiterem Himmel. „Ich wurde nie informiert, weder bei den Arztbesuchen noch schriftlich. Das kann doch nicht sein, ich habe nicht einmal mehr meine Medikamente bekommen“, wundert er sich.
Bezahlt hatte er Karte schon
Und: „Die Gebühr für die neue Karte wurde mir schon im Dezember abgezogen, aber eine neue Karte kam nie an“, erzählt er.
Die „Krone“ hat bei der für die E-Card zuständigen Sozialversicherungschipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft (SVC) nachgefragt, wie das sein kann. Die Antwort verblüfft: „Weil kein Foto von Herrn Breit aus dem Identitätsregister (gültiger Reisepass oder Personalausweis) und dem Führerscheinregister (gültiger Scheckkarten-Führerschein) verfügbar war, wurde keine neue Karte ausgestellt. Sonst geschieht das automatisch“, heißt es.
Kein Pass und alter Führerschein
„Das stimmt. Ich habe noch keinen neuen Kartenführerschein und auch Pass hab’ ich keinen, weil ich nicht ins Ausland fahre“, sagt Breit. Aber warum wurde er nicht informiert? Das hätten eigentlich die Ärzte, die er seit Juli 2025 besucht hat, machen müssen. Eine schriftliche Verständigung ist nicht vorgesehen, betont die SVC. Harald Breit hat mittlerweile über die ÖGK das Problem mit einem neuen Foto gelöst, der Ärger aber bleibt.
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