Schlussstein gelegt

Fußgängerzonen in der City endlich fertig saniert

Wien
13.11.2009 14:23
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft erstrahlen Wiens nobelste Einkaufsmeilen - die Kärntner Straße und der Graben - sowie der Stock-im-Eisen-Platz in neuem Glanz: Am Freitag verlegten Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SP) und Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (VP) gegenüber vom Haas-Haus gemeinsam den letzten Pflasterstein.

Damit wurde nicht nur offiziell die Sanierung für beendet erklärt, sondern auch das "Kriegsbeil" begraben. Denn sowohl die Wahl der Leuchten als auch die Finanzierung der Bauarbeiten sorgten für Unstimmigkeiten zwischen den beiden Politikern.

Stenzel und Schicker sind zufrieden
Bei der Schlusssteinlegung zeigten sich Stenzel und Schicker einträchtig und betonten, wie zufrieden sie mit der sanierten Fußgängerzone seien. "Es ist ein Ergebnis, das jedem einen Stein vom Herzen fallen lässt", erklärte die Bezirksvorsteherin. Bei dem Bauvorhaben wurden der Bodenbelag und Sitzgelegenheiten erneuert, Magnolienbäume gepflanzt und die Beleuchtung modernisiert. Letztere sorgte für einige Aufregung.

Monatelang gab es Diskussionen, ob denn nun moderne oder Lampen im historischen Maiglöckchenstil für die Beleuchtung verwendet werden sollen. Stenzel setzte schlussendlich das traditionelle Modell durch. "Der Charakter der Innenstadt ist dadurch erhalten geblieben. Ein anderes Modell hätte ihn durchbrochen", so Stenzel. Außerdem bedankte sie sich bei Schicker, dass bei "allen Härten und Kämpfen" eine gute Lösung erzielt worden sei.

Schicker nimmt Querelen mit Humor
Auch der Planungsstadtrat nahm die Querelen der Vergangenheit mit Humor: "Wir haben damit ein bisserl Werbung für die Arbeiten gemacht." Gegenüber einer Runde von Passanten meinte er versöhnlich: "Dass mir die Lampen nicht gefallen, weiß eh jeder, dafür gefallen mir die Bänke."

Ein weiterer Streitpunkt zwischen den beiden Politikern war auch die Finanzierung der 18,6 Millionen Euro teuren Bauarbeiten. Zuerst hieß es, dass die Stadt 80 und der Bezirk 20 Prozent der Kosten zu tragen hätten – dies wurde jedoch von der Bezirksvertretung abgelehnt. Schließlich einigten sich die Verantwortlichen auf einen 90:10-Finanzierungsschlüssel.

Bauarbeiten in der City gehen weiter
Zwar sind nun die Bauarbeiten in der Fußgängerzone beendet, doch die Bezirksvorsteherin ist voller Elan: "Diese Sanierungsarbeiten waren nur eine Etappe." So würde der Stephansdom seiner Vollendung "harren" und auch der Umbau der unterirdischen Dombauhütte solle bald angegangen werden. Anwesend bei der Schlusssteinlegung war auch Brigitte Jank, Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer. Sie betonte, dass die Kärntner Straße und der Graben nun für das Weihnachtsgeschäft bestens gerüstet seien.

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