Fünf Tage blockiert

Psychisch Kranker besetzte Kirche im Burgenland

Österreich
13.11.2009 09:56
Das fällt wohl in die Rubrik Skurrilitäten: Weil sich ein geistig verwirrter Mann fünf Tage lang weigerte, die Kirche des 600-Seelen-"Nestes" Dörfl im Mittelburgenland zu verlassen, musste sogar der traditionelle Martini-Gottesdienst verlegt werden. Am Donnerstagabend fand die Posse schließlich ein Ende: Der Mann "kapitulierte" und verließ - freiwillig, wie es vom Dörfler Ratsvikar heißt - das Gotteshaus.

"Nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag", betreibt der Dörfler Ratsvikar Hans Neubauer gegenüber krone.at Ursachenforschung, "weigerte sich der psychisch kranke Mann, die Kirche zu verlassen." Tagelang hielt er die Bevölkerung in Atem. So sehr, dass sogar der Martini-Gottesdienst am vergangenen Mittwoch in die ortseigene Kapelle verlegt wurde. "Weil wir dort ungestört waren", erklärt Neubauer.

Am Donnerstagabend schließlich atmete ganz Dörfl auf. "Ich wurde informiert, dass der Mann die Kirche freiwillig verlassen hat, und gebeten, das Gebäude zu versperren", lässt Neubauer wissen. Nachsatz: "Der Mann hatte schon zuvor immer wieder Probleme mit den Behörden..."

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