Verwirrung in Linz

Quelle-Katalog trotz Pleite: "... und erst im Jänner zahlen"

Österreich
13.11.2009 08:23
Die Investorensuche der Quelle ist gescheitert, der Konkursantrag wird am Montag eingebracht. Jetzt ist die Tragödie um die Österreich-Tochter des Versandhauses um eine groteske Facette reicher: Diese Woche wurde Quelle-Kunden ein 220 Seiten starker Katalog fürs Weihnachtsgeschäft zugestellt – doch gibt’s die Waren darin überhaupt?

"Jetzt kaufen, erst im Jänner zahlen", lockt Quelle-Chef Wolfgang Binder im Katalog-Vorwort, auch ein "bis 15. Jänner verlängertes Umtauschrecht" hat er anzubieten: "Denn manchmal kann sich das Christkind schon irren", wie er sagt.

"Man kann ja nicht einfach aufhören!"
In der Quelle-Zentrale in Linz laufen in dieser Woche die Telefone heiß, viele Bestellwillige mussten angeblich erfahren, dass Katalog-Ware großteils gar nicht vorhanden sei. Auch Möbel und diverse Geräte aus dem Normalkatalog soll es nicht mehr geben. Quelle-Sprecher Michael Obermeyr widerspricht: Der Katalog zu diesem Zeitpunkt sei Absicht und die Ware vorhanden: "Man kann ja nicht einfach zum Arbeiten aufhören!"

AK-Konsumentenschützer Georg Rathwallner glaubt, dass der Quelle-Weihnachtskatalog einfach von den Ereignissen überrollt worden sei. Allerdings: "Das Angebot, erst im Jänner zu bezahlen, kann eigentlich für die Kunden nur positiv sein – was immer mit der Bestellung passiert, bezahlt haben sie ja noch nicht."

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