Kein Schmerzensgeld

Sanitäter leben in Wien gefährlich und gehen oft leer aus

Wien
10.11.2009 18:02
Immer öfter kommt es zu brutalen Auseinandersetzungen, denen die Retter hilflos ausgeliefert sind. Schlägereien, Attacken und jetzt sogar – wie berichtet – ein abgebissener Finger. Die Folgen: Bei langen Krankenständen böse Briefe aus der Chefetage (siehe Infobox) und meistens nicht einmal Schmerzensgeld.

Die rechte Hand eingebunden, der Mittelfinger weggebissen, auf der Stirn eine blutige Verletzung. Am Montag ist Sanitäter Christian S. (Bild) wie schon Tausende Male zuvor seelenruhig in die Rettungszentrale zur Arbeit gefahren – und am Abend plötzlich im Krankenstand, mit einem amputierten Finger (Bericht: siehe Infobox).

"Oft gibt es keine Entschädigungen, wie etwa Schmerzensgeld, für die betroffenen Retter, weil die Täter in vielen Fällen mittellos sind", kritisiert FP-Landtagsabgeordneter David Lasar. Außerdem fordert er einen kostenlosen Selbstverteidigungskurs für Sanitäter und Ärzte. Damit sich die Helfer im Falle des Falles wenigstens wehren können. Die Stadt Wien soll eine analoge gesetzliche Regelung für ihre Bediensteten bei der Rettung und Feuerwehr schaffen, die im Zuge ihres Berufs Opfer von Gewalttaten werden.

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